Mit einer Gesamtsumme von 27 500 Euro unterstützt die Familienstiftung Kinderreich von Erzbischof Ludwig Schick Familien mit vier oder mehr Kindern in Notlagen sowie Projekte der Familienhilfe. "Die Corona-Krise verstärkt in vielen kinderreichen Familien in vielerlei Hinsicht die Probleme, die auch sonst vorhanden sind: finanzielle, gesundheitliche, soziale und auch psychische. Um diese Nöte zu überwinden, leistet die Familienstiftung Kinderreich gerade in diesen schwierigen Zeiten einen Beitrag", sagte Schick bei der Übergabe des Spendenschecks.

Die Familienstiftung Kinderreich solle aber vor allem der Gesellschaft vor Augen halten, wie bereichernd Kinderreichtum ist. "Ich habe die Familienstiftung Kinderreich gegründet, weil ich die Freude und das Glück von kinderreichen Familien erlebt habe und ich sie dabei unterstützen will. Leider ist aber Kinderreichtum oft Grund für materielle Armut. Die kinderreichen Familien müssen mit ihren Freuden und Nöten in der Gesellschaft mehr Beachtung und Wertschätzung finden", führte der Bamberger Oberhirte aus.

Barbara Borschert, Abteilungsleiterin für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe des Caritasverbands für die Erzdiözese Bamberg, ergänzte: "Viele kinderreiche Familien, die es vor der Corona-Krise geschafft haben, ihre Lebens-, Familien- und Finanzplanung im Lot zu halten, sind durch die Pandemie und deren Folgen in große Schwierigkeiten geraten."

Mit einem Teil der Spende werden drei besondere Projekte gefördert: Mit 3000 Euro unterstützt die Familienstiftung die jährliche Caritas-Kindererholung des Diözesan-Caritasverbandes Bamberg für Mädchen und Jungen von 6 bis 14 Jahren. Die Teilnehmenden kommen zumeist aus sozial benachteiligten Familien.

Mit 2500 Euro werden in Coburg das Stadteilprojekt "Globus" und das Frauenprojekt "AMAL" unterstützt. Sie verstehen sich als Bausteine einer kontinuierlichen Weiterentwicklung von Integrationsprojekten. Zielgruppe sind kinderreiche und sozial benachteiligte Familien, Kinder sowie Alleinerziehende.

Einen 1500-Euro-Zuschuss erhält die Bildungsmaßnahme "Fit für Familie". Dabei geht es um siebentägige Familienbildungsmaßnahmen in der Jugendherberge Pottenstein, die sich an Familien in schwierigen finanziellen und persönlichen Verhältnissen richten. Zwischen den Maßnahmen sorgen regelmäßige ein- bis zweitägige Nachtreffen für eine kontinuierliche psychologische und pädagogische Betreuung.

Außerdem wurden insgesamt 24 Anträge auf Einzelfallhilfe mit einer Gesamthöhe von 20 500 Euro bewilligt. Hier werden mit Beträgen zwischen 300 und 1500 Euro die Anschaffung zum Beispiel von Schulmaterial, Babyausstattung, Kinderbetten und Winterkleidung unterstützt.

Auch die Anschaffung von Notebooks und Tablets werden verstärkt finanziert, die durch die Digitalisierung in den Schulen erforderlich sind, die sich kinderreiche Familien aber oft nicht leisten könnten. EBO