Der Freistaat investiert in die Gesamtinstandsetzung der Neuen Residenz Bamberg 21 Millionen Euro. Derzeit läuft der 2. Bauabschnitt mit der Sanierung an Dächern und Fassaden sowie die Restaurierung in den fürstbischöflichen Wohnräumen und im Kaisersaal. Wegen der Restaurierungsarbeiten wird das Fürstbischöfliche Appartement in der Neuen Residenz ab Dienstag, 29. März, bis voraussichtlich Sommer 2020 geschlossen, teilte Finanzminister Markus Söder (CSU) mit: "Zu Ostern besteht damit die letzte Möglichkeit zu einer Besichtigung dieses einzigartigen Kunstwerks für einen längeren Zeitraum."
In den Jahren 2012 bis 2014 wurden im Rahmen einer ersten Teilbaumaßnahme die Dachflächen und Fassaden des Schönbornbaus saniert. Die Fortsetzung der Gesamtinstandsetzung der Neuen Residenz erfolgt derzeit als zweite Teilbaumaßnahme. Sie umfasst die drei Teilprojekte Fassaden- und Dachsanierung, Restaurierung der fürstbischöflichen Wohnräume und die Restaurierung des Kaisersaals.
Ein besonderer Höhepunkt der Sanierung wird die Rekonstruktion der barocken Fassadengestaltung im Rosengarten der Residenz. Die beeindruckende Raumwirkung dieses Gartens über den Dächern der Welterbestadt soll durch die Rekonstruktion wieder voll erlebbar werden. Nach intensiver Vorbereitung beginnen jetzt die umfassenden Restaurierungsarbeiten an der Raumfolge der Fürstbischöflichen Wohnräume. Die Räume zeigen rund 300 Jahre nach ihrer Einrichtung, mehrfacher Umgestaltung durch wechselnde Bewohner und einer zuletzt in den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts im Zuge der musealen Umgestaltung durchgeführten Teilrestaurierung heute zahlreiche Schäden und Substanzverluste.
Eine Präsentation der ersten fertig restaurierten Räume wird voraussichtlich ab 2018 möglich sein. red