Ende vergangener Woche fanden Zöllner am Nürnberger Flughafen elf Chamäleons, als sie ein nachgesendetes Gepäckstück kontrollierten.
Der aus Madagaskar über Abu Dhabi und Frankfurt am Main nachgesendete Rucksack landete am 6. Oktober am Nürnberger Flughafen und wurde vom Lost-and-Found-Service dem Zoll zugeleitet.


Die Reise nicht überlebt

Bei der folgenden Kontrolle fanden die Beamten in einem kleinen Karton elf Chamäleons. Sie waren teilweise in Socken versteckt.
Eines der Tiere hatte die Reise nach Angaben der Polizei leider nicht überlebt. Die erforderlichen Dokumente konnte der aus dem Raum Forchheim stammende Mann jedoch nicht vorlegen. Der Zoll beschlagnahmt die Reptilien und der Fall wird zur weiteren Bearbeitung dem Bundesamt für Naturschutz übergeben.


1000 Euro Bußgeld

Sofern er die notwendigen Dokumente nicht innerhalb von vier Wochen nachreichen kann, erwarten den 20-jährigen Reisenden ein Bußgeld von über 1000 Euro und gegebenenfalls eine Strafanzeige. Die Unterbringungskosten für die Tiere muss er ebenfalls zahlen.
Chamäleons sind vom Aussterben bedroht und daher unter Artenschutz gestellt. Das war dem Besitzer des Rucksacks auch bewusst, wie seine spätere Befragung ergab. red