Fränkische Schachspieler aus 18 Vereinen pilgerten an Pfingsten an die Aisch - virtuell. Der SC Höchstadt lud zum 1. Drei-Franken-Open im Blitzschach und im Schnellschach. Coronabedingt ging es online um Punkte, Plätze und zahlreiche Preise.

Am Pfingstsamstag traten 39 Spieler zu einem elfrundigen Turnier auf dem Schachportal chess.com an. Es gab hochklassige Partien zu sehen, trotz der kurzen Bedenkzeit von drei Minuten pro Partie sowie zwei Sekunden pro Zug. Der 36-jährige Fide-Meister Vitaliy Promyshlyanskyy vom SC Noris-Tarasch Nürnberg gewann mit 10,5 Punkten souverän vor Ralf-Michael Großhans vom SC Bamberg. Dahinter folgten fünf Höchstadter: Fide-Meister Lukas Schulz, Sebastian Dietze, Christian Koch, Michael Brunsch und Peter Seidel.

In der U12 siegte Elisabeth Reich vom ATSV Oberkotzau, in der U18 lag der Höchstadter Jan Bieberle vorne. Die Damenwertung dominierten die Spielerinnen des Frauen-Bundesligisten KissChess Bad Kissingen. WFM Olga Birkholz landete knapp vor WIM Oliwia Kiolbasa und Katharina Mehling.

Am Pfingstmontag triumphierte die 20-jährige Kiolbasa dann im Schnellschach mit 15 Minuten Bedenkzeit pro Partie. In den sieben Runden war sie die beste aller 31 Teilnehmerinnen. Sie verwies Leon Bauer vom SV Neustadt bei Coburg und Höchstadts Peter Seidel auf die Plätze.

Keine 'Doppelpreise

Elisabeth Reich vom ATSV Oberkotzau gewann die U18-Wertung, bei den Senioren stand Claus Kuhlemann vom SV Memmelsdorf vorne. Die Damenwertung ging an Kiolbasas Vereinskameradin IM Anastasia Savina, da keine Doppelpreise vergeben wurden.

Zudem wurden die erfolgreichsten Vereine ausgezeichnet. Hier siegte der gastgebende SC Höchstadt knapp vor KissChess Bad Kissingen, Dritter wurde der SV Neustadt bei Coburg. Diese Vereine erhielten ein Basispaket von zehn Vereinsshirts. Dank der regionalen Sponsoren konnten sich auch die Einzelsieger über Event- und Büchergutscheine freuen.

Diskussionen über Skype

Die Turnierleiter Oliver Mönius und Elias Pfann vom SC Höchstadt diskutierten während der Turniere mit bis zu 15 Spielern via Skype. Heiße Schlussphasen mit Damenopfern und Mattkombinationen wurden eifrig kommentiert. Schummeleien mit Schachcomputern blieben glücklicherweise aus, alle Spieler kämpfen fair am heimischen Tablet, Laptop, Handy oder Rechner. Unter www.drei-franken-open.de sind alle Ergebnisse sowie die Partien zum Nachspielen zu finden.

Der SC Höchstadt bietet in der Coronazeit weiterhin ein vielfältiges Online-Angebot. Auch Nichtmitglieder sind eingeladen zu Onlineturnieren und Trainingsstunden. Ansprechpartner ist Elias Pfann (webmaster@sc-hoechstadt.de). sd