Waltraud Enkert

Erlangen-Höchstadt — Der Kreisausschuss des Landkreises Erlangen-Höchstadt hat in seiner Sitzung am Freitag den Haushalt 2018 vorbesprochen. Die Mitglieder des Kreisausschusses haben dem Zahlenwerk einstimmig zugestimmt. Der Entwurf wird dem Kreistag in seiner Sitzung am 5. Februar zum Beschluss vorgelegt.
Gesamtvolumen: Der Haushalt umfasst ein Gesamtvolumen von 170 Millionen Euro, wobei 148 Millionen auf den Verwaltungshaushalt und 22 Millionen auf den Vermögenshaushalt entfallen. Gegenüber dem Vorjahr stieg das Gesamtvolumen um 3,8 Prozent. Die Bevölkerungszahl sank im gleichen Zeitraum um 64 Einwohner auf jetzt 134 072.
Steuerkraft und Umlagekraft: Wie aus den rund 400-seitigen Ausarbeitungen von Kreiskämmerer Wilhelm Schmidt hervorgeht, hat die Steuerkraft im Landkreis um 19,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugenommen (im bayernweiten Durchschnitt liegt die Zunahme bei 6,9 Prozent). Die Umlagekraft stieg um 18,2 Prozent (6,2 Prozent im Durchschnitt).
Schlüsselzuweisungen: Weil die Umlagekraft überdurchschnittlich gestiegen ist, erhält der Landkreis 2018 eine verminderte Ausgleichsleistung in Form von Schlüsselzuweisungen. Sie sind um 14,3 Prozent gesunken und betragen 13,4 Millionen Euro.
Personalkosten: Für Personal wendet der Kreis Erlangen-Höchstadt 21,8 Millionen Euro auf, das sind 4,8 Prozent mehr als im Vorjahr.
Schulaufwandskosten: Als Träger des Schulaufwandes für 14 Schulen sieht der Haushaltsplan 6 Millionen Euro für die laufenden Kosten vor und damit 246 000 Euro mehr als 2017.
Investitionen: Die wichtigsten Investitionen sind: Bereich technische Ausstattung Landratsamt (3,2 Millionen Euro), Neubau Landratsamt (4 Millionen Euro), Investitionszuweisungen, Ausstattungen Feuerlöschwesen (270 000 Euro), Wechselladerfahrzeugsystem (1,2 Millionen Euro), Beschaffungen Katastrophenschutz (335 000 Euro), Freiwilliger Zuschuss für die Rettungswache Herzogenaurach (300 000 Euro);
Erweiterung Lehrerzimmer Realschule Herzogenaurach (43 000 Euro), Bauliche Erneuerung Emil-von-Behring-Gymnasium Spardorf (300 000 Euro), Umbau Fachräume Chemie am Gymnasium Herzogenaurach (668 000 Euro), Schulausstattungen für die Landkreisschulen (729 000 Euro), "Schlummern unter Sternen" Jugendcamp Vestenbergsgreuth (126 000 Euro), Investitionszuweisungen Wohlfahrtspflege (140 000 Euro), Investitionszuweisungen Kreiskrankenhaus St. Anna Höchstadt (300 000 Euro), Baumaßnahme Kreiskrankenhaus St. Anna (4,3 Millionen Euro), Kreisstraßeninvestitionsprogramm mit Bau von Radwegen (2,1 Millionen Euro), Geräte und Fahrzeuge für den Bauhof Heßdorf (134 000 Euro), Tilgung von Krediten (3 Millionen Euro).
Jugendhilfe: Für die Jugendhilfe muss der Landkreis 11,1 Millionen Euro zuschießen. Die größten Posten sind Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche mit 2,7 Millionen Euro (281 000 Euro mehr als im Vorjahr), Heimerziehung mit 1,1 Millionen Euro (493 000 Euro weniger als im Vorjahr), Hilfen für junge Volljährige mit 1,2 Millionen Euro (70 000 Euro mehr als im Vorjahr), Erziehung in der Tagesgruppe mit 1,1 Millionen Euro, Vollzeitpflege mit 690 000 Euro und sozialpädagogische Familienhilfe mit 870 000 Euro.