Die Traditionellen Bogenschützen der SG 1306 luden zu ihrem 30. Turnier ein. Am Start waren rund 150 Bogenschützen, die zwei Tage lang tief im Hauptsmoorwald 3D-Tiernachbildungen "bejagten". Da die Bogenjagd in Deutschland nicht erlaubt ist, schießen die Traditionellen Bogenschützen auf plastische Tiernachbildungen aus PU-Schaum. Dabei finden sich überwiegend einheimische Tiere wie Fuchs, Hase, Wolf, Reh, Hirsch und Fasan etc. Für einen Treffer mit dem ersten Pfeil gibt es mehr Punkte als für Treffer mit dem zweiten oder dem dritten Pfeil. Mehr als drei Pfeile werden nicht geschossen.
Erster Bogenschützenmeister Marco Gottschling begrüßte die die Teilnehmer, die dann zu ihren Start-Zielen geführt wurden. Wenn alle Schützen ihre Pfeile geschossen haben, macht die Gruppe gemeinsam die Treffer-Aufnahme und läuft dann einen ausgewiesenen Weg zum nächsten Abschusspflock. Der Parcours umfasst 30 Tiernachbildungen, die in einem Rundlauf geschossen werden. Ziel ist es, den klassischen jagdlichen Blattschuss anzubringen. Also den Herz- oder Lungenbereich zu treffen.
Die besten Drei jeder Klasse - Primitiv- oder Holzbogen, moderner Langbogen (mit Fiberglas), Jagd-Recurve (mit Schussfenster) und Compound-Bogen (Flaschenzug-Prinzip) - erhielten schöne Sachpreise in Form einer Pfeilspitze. Und weil dieses Jahr die 30. Ausgabe stattfand, bekamen die Bamberger einen fein gearbeiteten Recurvebogen sowie ein hochwertiges Sammler-Messer gestiftet. Die Gewinner dafür ermittelten sie in zwei Extra-Wettbewerben.
Der Samstagabend wurde musikalisch umrahmt, der Grill mit Bratwürsten, Steaks und Feuerpfeilen (extra scharfe Bratwürste) lief auf Hochtouren, so dass das gesellige Beisammensein nicht zu kurz kam. Für 2018 liegen schon wieder 94 Reservierungen für die 140 Startplätze vor. Herbert Müller