Die Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck ist zuständig für die Bundesautobahnen A7, A70 und A71 in den Kreisen Schweinfurt, Haßberge, Rhön-Grabfeld und Bad Kissingen sowie einem Teilbereich Landkreis Würzburg. Neben diesen gut 165,4 Kilometern mit Parkplätzen kümmern sich die Beamten um sechs Rastanlagen, den Autohof Knetzgau sowie das Gewerbegebiet "An der A70" bei Werneck. Dieser Tage zieht die Inspektion Bilanz.
Die 1264 Verkehrsunfälle entsprechen einer Steigerung von 14,1 Prozent, wie die Verkehrspolizei mitteilt. Bei den 166 Unfällen mit Personenschaden wurden fünf Menschen getötet und 276 Personen verletzt; 49 Personen wurden schwer verletzt.
Häufigste Unfallursachen waren zu geringer Abstand und zu hohes Tempo. Auch Fehler beim Überholen und beim Nebeneinanderfahren auf schmalen Fahrspuren förderten Unfälle.
Verkehrssicherheitsarbeit erfolgt mit Zivilfahrzeugen mit modernster Messtechnik - und so kam es zu 432 Bußgeld- und 15 Strafverfahren. Nach gravierenden Verstößen mussten 61 Autofahrer für mindestens einen Monat auf ihren Führerschein verzichten.
Unfallflucht nach einem Verkehrsunfall, solche Delikte stellen die Beamten immer häufiger fest (plus 12,8 Prozent). Von den 141 Unfallfluchten ließen sich 49 Flüchtige ermitteln. Die Spezialisten der Verkehrspolizei unterstützen auch die Polizeiinspektionen vor Ort, indem Fahrzeugteile abgeglichen und intensive Recherchen durchgeführt werden; so ließen sich 15 flüchtige Fahrer für andere Dienststellen ermitteln.
Die Verkehrspolizei Schweinfurt-Werneck bietet zahlreiche Präventionsveranstaltungen an. Sie informiert Lasterfahrer über Ladungssicherung und die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten; ebenso die Motorradfahrer über Gefahren nach der Winterpause.


Schwerverkehr im Blick

Besonders geschulte Beamte bilden den Schwerverkehrskontrolltrupp und achten auf technischen Zustand, Maße und Gewichte sowie Lenk- und Ruhezeiten. Allein bei den Sozialvorschriften gab es 1065 Anzeigen, in 439 Fällen musste der Truck stehen bleiben. Technische Mängel gab es 171 Mal.
Weiterer Aufgabenbereich ist die Überwachung von Gefahrguttransporten. 125 Anzeigen erstatteten die Beamten gegen Fahrer und Firmenverantwortliche. In 35 Fällen wurde die Weiterfahrt unterbunden.
Eine zusätzliche Belastung war die Begleitung von 92 Großraum- und Schwertransporten. 85 Mal wurden Teile von Windrädern für vier Windparks in den Landkreisen Schweinfurt, Haßberge und Bad Kissingen transportiert.
Die Statistik der VPI Schweinfurt-Werneck im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung weist einen leichten Rückgang auf 681 Straftaten auf. Die Aufklärungsquote ließ sich auf 59 Prozent steigern. Vor allem bei Rohheitsdelikten (Körperverletzungen, Nötigungen und Bedrohungen) konnten 91 Prozent der Täter ermittelt werden.
Die Zahl der Tankbetrügereien sank um 5 auf 266 und die der Eigentumsdelikte um 17 auf 80.
Zur Schleierfahndung war die zivile Fahndungsgruppe täglich unterwegs. Den richtigen Riecher bewiesen die Kollegen bei 61 Rauschgiftaufgriffen. Dabei wurden auch 51 Fahrzeugführer, die unter Drogeneinfluss am Steuer saßen, aus dem Verkehr gezogen. Weitere 32 Fahrzeuglenker hatten Alkohol getrunken und mussten ihren Führerschein abgeben. red