Der Spaß am Singen stand beim Konzert der Sängergruppe Bad Staffelstein am Sonntag im Vordergrund. Zehn Chöre und rund 110 Sänger waren in die Badstadt gekommen. Auf der Seebühne im Kurpark präsentierten die Chorgruppen moderne Sätze, angefangen von Schlagern der Nachkriegszeit bis hin zu Gospel, Pop und Jazz. Rund 800 Zuhörer spendeten viel Applaus.
Einen fulminanten Schlusspunkt setzte das gemeinsame Singen aller Chöre mit dem Schlager "Rote Lippen soll man küssen". Beim Bühnenwechsel musizierten sechs Bläser der Gruppe Ächd Bläch, die ihr Repertoire auf die Themen der Sänger zugeschnitten hatte. Die Gesamtleitung hatte Gruppenchorleiter Wolfram Johannes Brüggemann. Mit "How I Got Over" eröffnete der Gospelchor Good News aus Bad Staffelstein das Konzert. Der Frauenchor "Moments" aus Rattelsdorf brachte Bewegung in die Musikfreunde im weiten Rund. Mit dem Schlager "Ich will keine Schokolade, ich will lieber einen Mann" hatte schon Trude Herr in den 50er Jahren die Nation begeistert. In Petticoat und Tellerröcken erinnerten sie an die "Swinging Fifties", als Deutschland Fußball-Weltmeister wurde und der millionste VW-Käfer vom Band rollte. Mit ihrem Gesang brachten die Mädels das Lebensgefühl und die Mode dieser aufregenden Zeit näher.
Die Chöre aus Lauf, Unnersdorf, Frauendorf und Kleukheim wagten sich an die "Kleine Nachtmusik" von Wolfgang Amadeus Mozart. Allerdings in einer Bearbeitung von Lorenz Maierhofer, der den Klassiker für einen gemischten A-cappella-Chor gesetzt hatte. Inbrünstig sangen die Vokalmusiker den Part: "Kleine Nachtmusik mit Tränen, Mozart geht so tief ins Herz. Lass die Sehnsucht niemals sterben, es tut weh, wenn du heut gehst." Mit den irischen Segenswünschen "Möge die Straße uns zusammenführen" endete das Konzert.