Im April dieses Jahres machte er noch Schlagzeilen, als er sich beim Marathon in Hamburg den Weltrekord als schnellster Läufer im Business-Anzug holte: Der aus der Oberpfalz stammende ausdauerstarke Felix Mayerhöfer.
Der 35-Jährige hatte vor zwei Monaten mit einer Zeit von 2:42:59 Stunden die bislang bestandene Rekordzeit im Guinness-Buch mühelos um 15 Minuten unterboten. Nun war der an der Siegmund-Loewe-Schule in Kronach tätige Lehrer beim 48. Internationalen Volkslauf "Rund um die Ködeltalsperre" mit am Start und holte sich auf der 18,7-Kilometer-Langstrecke als Schnellster (1:08:16 Stunde) vor Jens Fleischhauer vom SV Bergdorf Höhn (1:12:47) den Sieg.
Unter den 32 Platzierten folgte auf dem dritten Rang Ulrich Queck vom SV Langenau (1:17:44). Der 54-Jährige, der heuer noch nicht viel Laufeinsätze verzeichnete, meinte im Hinblick auf seinen Rückstand von knapp fünf Minuten auf den drei Jahre jüngeren Fleischhauer mit einem Lächeln: "Die diesjährige Zeit wäre ich noch vor wenigen Jahren rückwärts gelaufen."
Hinter Queck folgten mit Silvester Kohlmann (ASC Kronach) und Christian Heller (ASC Marktrodach) zwei weitere Ausdauerläufer aus dem Kreis Kronach auf dem vierten und fünften Platz.
Auf der Kurzstrecke von acht Kilometern ging diesmal Michael Kalb vom ASC Kronach mit einer tollen Zeit von 30:18 Minuten vor dem Schwürbitzer und für den TV 1848 Coburg startenden Alexander Finsel (31:22) durchs Ziel. Bereits beim Erreichen des Hauptdammes und damit nach rund der Hälfte der Strecke hatte sich Kalb einen Vorsprung erarbeitet und ließ sich von Finsel, der in den vergangenen zwei Jahren Schnellster auf der Langstrecke war, nicht mehr überholen.
Unter die fünf Schnellsten konnte sich mit Toni Heimburger ein weiterer Läufer des ASC Kronach und mit Bernd Schüsser ein Fußballer des gastgebenden SV Steinwiesen einreihen. Kalb, Heimburger und Schüsser belegten in ihrer Jahrgangsklasse die Plätze eins bis drei.
In diesem Feld folgten auf den weiteren Rängen mit Tobias Bätz vom DJK/SV Neufang und drei weiteren Steinwiesener gleich vier heimische Starter. Vom SV Steinwiesen waren auch die drei Jugendlichen Luis Deckelmann (39:16), Elias Beyer (39:17) und Noah Müller (39:47) auf der acht Kilometer Distanz unterwegs.
Bei den Damen landete die Kulmbacherin Nadja Lindner im Gesamtklassement auf dem glänzenden sechsten Rang unter 56 Teilnehmern (35:10 Minuten) und war damit um drei Minuten schneller als im Vorjahr. In der älteren Jahrgangsklasse, 1977 und älter, setzte sich Renate Kohlmann vom ASC Kronach (41:13) mit einem Vorsprung von 16 Sekunden vor Karin Zohner vom ASC Marktrodach an die Spitze. Auf dem dritten Platz folgte mit Birgit Kroha eine weitere Kronacherin.
Auf der Langstrecke überzeugte als Gewinnerin Rita Steger aus Augsburg. Sie belegte im Gesamtklassement von 32 Teilnehmern den siebten Rang. Als eine geschlossene Einheit präsentierten sich in der Damenklasse 2 (Jahrgang 1977 und älter) Doris Gebhardt, Katja Fischer und Elke Kaufmann vom TV Unterrodoch. Dieses Trio wurde von Peter Fischer, ebenfalls TV Unterrodach, begleitet.
Mussten die Verantwortlichen der Traditionslaufveranstaltung vor zwei Jahren mit 50 Startern einen Minusrekord verzeichnen, so wurde heuer mit 104 Ausdauerläufern (56 - Langstrecke, 32 - Kurzstrecke) und 16 Hobbyläufern die 100er-Teilnehmergrenze wieder überschritten. Die sommerlichen Temperaturen stellten einige Anforderungen an die Läufer, so dass Schatten spendende Bäume gelegen waren. Bei der Siegerehrung, es gab gesponserte Pokale und Sachpreise, sprach SV-Spartenleiter Turnen und Bürgermeister Gerhard Wunder den Teilnehmern und Helfern Dank aus.
Zu einer Teilnahme am Hobbylauf (1,5 km und 4 km) hatte Gerhard Wunder seine Ratskollegen aus dem Kreis eingeladen. Allerdings folgte diesem Aufruf nur der Zweite Bürgermeister von Nordhalben, Ludwig Pötzinger. Er lief an der Seite von Wunder und wurde auf der Vier-Kilomter-Distanz Dritter mit 23:38 Minuten.
Mit viel Begeisterung waren ganz junge Hobbyläufer unterwegs, die beim Zieleinlauf nochmals einen Zahn zulegten und sich dabei von den Zuschauern anfeuern ließen. Ältester Teilnehmer war diesmal Anton Wartha von der SGB Stadtsteinach mit 81 Jahren.