Bei der 16. Auflage des Wettbewerbs "Schüler experimentieren" in Oberfranken war die Eggerbach-Halle voller kluger Köpfe, origineller Ideen und neugieriger Besucher. Mehrere Monate hatten die 103 Teilnehmer mit ihren 61 Projekten auf diesen Tag hingearbeitet.
Die Vorsitzende von Oberfranken Offensiv, Staatsministerin Melanie Huml (CSU), zeigte sich bei einem Rundgang durch die Ausstellung begeistert von der Kreativität der Teilnehmer und der Leidenschaft, mit der die Kinder und Jugendlichen an ihren Projekten getüftelt haben. "Schüler experimentieren" ist ein Wettbewerb, bei dem es nur Gewinner gibt, da alle, die sich mit solch einer Hingabe in eine Arbeit stürzen, sowieso ganz vorne mit dabei sind.


Faszinierendes Weltall

Den zahlreichen Besuchern und der fachkundigen Jury erklärten die Nachwuchs-Wissenschaftler, wie man Flummi-Bälle aus Lebensmitteln herstellt, Saft-Cocktails mischt oder wie sich ein Tankdeckel automatisch schließt.
Eine pfiffige Idee, die besonders Brose-Ausbildungsleiter Michael Stammberger begeisterte. Das Weltall fasziniert vier junge Mädchen, seitdem sie auf der Grund- und Mittelschule Eggolsheim waren. Das ist nun zwei Jahre her. Inzwischen sind Lena Jung und die Schwestern Patricia und Katharina Schlund (alle 11 Jahre) an der Staatlichen Realschule Forchheim, Frieda Kirsch am Fränkische-Schweiz-Gymnasium Ebermannstadt.
Ihre Begeisterung für den Saturn haben sie aber bewahrt. Auch deshalb sind sie erstmals bei "Schüler experimentieren". Aus Styroporkugeln, Pappmachee, Acrylfarben und Drachenschnur bastelten sie ein Modell des Planeten, das zwar um den Faktor 150 Millionen verkleinert ist, das dennoch in den Proportionen stimmt. "Wir finden die vielen Monde und besonders die Ringe großartig."


"Herr der Elektroden"

Auch wenn nicht alle 62 Monde Platz hatten. Und nur wenige Ringe aus Holz und Plexiglas nachgebildet sind. "Das ist unser Ziel beim nächsten Modell." Dann sollen auch Asteroiden und sogar Sonden in ihren Umlaufbahnen schweben.
Maximilian Ulm vom Ehrenbürg-Gymnasium Forchheim setzte sich als "Herr der Elektroden", wie WettbewerbsleiterMichael Bail ihn nannte, so profund mit der quantitativen Untersuchung zur Elektrolyse und den Auswirkungen auf eine Brennstoffzelle auseinander, dass die Jury ihm den Ersten Preis zuerkannte. Paul Schütz vom Gymnasium Christian-Ernestinum Bayreuth interessierte sich für die Klebeeigenschaften von Naturstoffen und kam damit auf Platz 2 vor einer Gruppe vom Fränkische-Schweiz-Gymnasium Ebermannstadt. Katharina Bezold, Hanna Knoll und Marie Ruhland fragten sich, ob sie ein HPLC selbst bauen sollten.


Cocktail-Maschine erfunden

Dritte bei den Geo- und Raumwissenschaften wurden Katharina und Patricia Schlund sowie Lena Jung von der Staatlichen Realschule Forchheim mit ihrem Saturn-Modell. Ihre Präsentation wurde von allen anderen Teilnehmern als "schönster Stand" prämiert.
Auf Platz 3 im Bereich Technik reihte sich Felix Amling vom Ehrenbürg-Gymnasium Forchheim als Erfinder einer Cocktail-Maschine ein.
"Damit kann man schülergerechte Fruchtsäfte mixen, aber auch Getränke für Erwachsene," erzählte er. red