Kurzweil und Musik und ein Christian Ude, der die Herzen der Zuhörer mit seinen humorvoll dargebotenen Erinnerungen gewann - die Feier zum 100-jährigen Bestehen des SPD-Ortsverbandes Bad Staffelstein war alles andere als langatmig.

Nun hat die Veranstaltung im Nachhinein noch etwas Gutes - und zwar im besten Sinne des Wortes. Eine karikative Aktion im Rahmen des Festabends erlöste einen Betrag von 1035 Euro, der dem Ambulanten Betreuten Wohnen des Heilpädogischen Zentrums (HPZ) Lichtenfels zugutekam.

Christian Ude hatte bei seinem herzerfrischenden Auftritt zum runden Geburtstag auf seine Gage verzichtet, die dafür einem karikativen Zweck zugutekommen sollte. Auch die Besucher des Festabends bewiesen Herz durch einen Obolus in die aufgestellte Spendenbox. So kam insgesamt eine stolze Summe von 1000 Euro zusammen. Der SPD-Ortsverband entschied sich, mit dem Erlös das Ambulante Betreute Wohnen des Heilpädagogischen Zentrums der Caritas Lichtenfels zu unterstützen.

Ziel der genannten Einrichtung ist es, Erwachsenen mit Einschränkungen ein selbstbestimmtes Wohnen und Teilhabe am Leben zu ermöglichen und sie dabei zu unterstützen. 15 Mitarbeiter besuchen allwöchentlich die derzeit 61 Klienten im Landkreis Lichtenfels, welche in eigenen Wohnungen oder in einer Wohngemeinschaft leben, um passgenaue Hilfen umzusetzen. Das HPZ arbeitet dabei zusammen mit Ärzten, Sozialstationen, Jobcenter, Psychologen oder Therapeuten.

"Wir helfen den Menschen, wieder Fuß zu fassen und ihr Leben zu meistern", betonte Einrichtungsleiterin Ivonne Kaiser, die auf die Spende hellauf begeistert reagierte: "Das ist wirklich eine super Überraschung so kurz vor Weihnachten, herzliches Vergelt's Gott". Mit ihr freuen sich das übrige HPZ-Mitarbeiterteam des Ambulanten Betreuten Wohnens. "Sie alle sind mit Herz und Seele dabei", so Kaiser mit strahlendem Gesicht bei der Übergabe des symbolischen großen Schecks durch SPD-Ortsverbandsvorsitzenden Dieter Leicht sowie Harald Konietzko und Georg Müller als weitere Vertreter des Ortsverbandes. Auch einige Klienten waren bei der Spendenübergabe mit von der Partie und beim Fototermin ob der tollen Geste der Unterstützung ebenso froh gelaunt.

Bei der genannten Einrichtung soll auch das soziale Miteinander nicht zu kurz kommen, wie Kaiser betonte. Und genau hierauf zielt auch die Verwendung des unerwarteten Geldsegens ab: Personell sei man sehr gut aufgestellt, kann die Ziele der Einrichtung so umsetzen. Wenn das HPZ für die Klienten des Ambulanten Betreuten Wohnens aber einen Grillnachmittag oder eine Adventsfeier ausrichten will, müssen "Extras" wie diese natürlich irgendwo finanziert werden. "Solche Veranstaltungen sind aber nur durch Spenden wie diese möglich", gab Kaiser zu bedenken. Umso größer sei die Freude über diese Zuwendung.

"Schön, dass sich Menschen hier engagieren für Menschen mit Einschränkungen", fand SPD-Ortsverbandsvorsitzender Dieter Leicht sehr positive Worte für die Einrichtung, lobte deren Wirken, die dadurch gelebte Menschlichkeit.

So fanden durch die Spendenaktion die zeitlos gültigen und stets nach Umsetzung rufenden Worte eines Albert Schweitzer ihre wundervolle Umsetzung: Das Bewahren von Dankbarkeit besteht darin, dass ich für alles, was ich Gutes empfangen habe, Gutes tue. Mario Deller