Das Dientzenhofer-Gymnasium Bamberg wurde 1. Sieger beim Wettbewerb "Spurensuche". Das Thema "Vertriebene nach 1945" mag vielleicht etwas angestaubt klingen, doch es sollte mehr mit uns zu tun haben, als zunächst anzunehmen war. Mit dem Video "Flüchtlinge und Vertriebene nach 1945 in Bamberg" hat die AG Geschichte digital denn auch den ersten Preis beim Geschichte-Wettbewerb "Spurensuche" des Volksbunds gewonnen - auch wegen der Authentizität und des Engagements der Beteiligten, wie Geschäftsführer Robert Fischer (Bayreuth) vom Volksbund betonte. Der Volksbund kümmert sich um die Kriegsgräber im Ausland und setzt sich für Völkerverständigung und Frieden ein. Das Ende des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren war Anlass für den Wettbewerb.

Wegen der Corona-Situation fand die Preisverleihung nur im kleinen, aber umso schöneren Rahmen des neuen Lernateliers statt. In der Laudatio lobte ein sichtlich begeisterter Robert Fischer die hohe Qualität des 22-minütigen Films.

Rund um den Troppau-Platz

Die Schülerinnen und Schüler spürten in der Umgebung unserer Schule den Spuren dieser Zeit nach. So erinnern der Troppau-Platz und das dortige Denkmal an die schlesische Stadt, aus der nach Kriegsende die deutsche Bevölkerung vertrieben wurde. Zeitzeugen, die 1945 aus dem Osten fliehen mussten, wurden zu ihren Erfahrungen befragt. Der Geschäftsführer der Firma Greiff berichtete von der Verlegung der Fabrik aus dem heute polnischen Greiffenberg nach Bamberg und dem Ausbau der Gartenstadt. Etwas überraschend war es zu erkennen, dass das DG inmitten eines Stadtteils liegt, der maßgeblich von Flüchtlingen und Vertriebenen errichtet und geprägt wurde. Dies belegt auch, wie gut die Integration dieser Neubamberger gelungen ist. Es ist also ein äußerst sehenswerter Film entstanden, der mit einem Preisgeld von 750 Euro belohnt wurde. red