Völlig chancenlos - in der Summe hieß es 0:7 - war der in zwei Relegationsspielen überforderte VfL Frohnlach gegen die Würzburger Kickers II. Nach dem 0:4 vom Mittwochabend unterlagen die Schützlinge von Trainer Braungardt auch am Samstag zu Hause klar mit 0:3.
Doch noch ist nichts verloren! Die "Blau-Weißen" bekommen noch eine Chance. Denn am Samstag zählte für den VfL einzig die Tatsache, dass der SV Erlbach im Match beim TSV Landsberg den Kürzeren zog und es nun am Mittwoch um 18.30 Uhr in Frohnlach sowie am Samstag darauf im Landkreis Altötting noch eine allerletzte Chance gibt, die Bayernliga zu halten. Lesen Sie dazu den Infokasten und den nebenstehenden Kommentar "Eine Farce".
Während die Braungardt-Schützlinge am Samstag vom Start weg bemüht waren, dem abermaligen Vergleich mit der Elf von Cheftrainer Claudiu Bozesan eine andere Richtung zu geben, waren es Stefan Wasser (13.) und Sebastian Fries (17.), die mit ihren beiden Toren den entsprechenden Bemühungen der Hausherren schon früh eine Absage erteilten.
Falls es also im weiten Rund des Willi-Schillig-Stadions, in dem gerade einmal gut 200 Zuschauer weilten, noch den einen oder anderen Optimisten gegeben haben sollte, musste auch dieser schnell anerkennen, dass die Mannen vom Dallenberg in dieser Relegationsrunde einfach eine Nummer zu groß für die Wischi-Elf sind.
In der Folge war es dann allein der neu zwischen die Hausherrenpfosten gerückte Edemodu, der sich bei weiteren Versuchen von Fries und Dimitrakopoulos auf Seiten der Einheimischen auszeichnen konnte. Die Würzburger erlaubten sich den Luxus, mit Dennis Schmitt, Christian Demirtas und Daniele Bruno diesmal lediglich drei Leihgaben aus dem Drittligateam ins Rennen zu schicken.
Schadensbegrenzung betreiben und schonen für den finalen Showdown um den Bayernligaverbleib hieß es daher spätestens ab der 54. Minute für Kapitän Sinan Bulat und Kollegen, in der Fries seinen Doppelpack perfekt machte und zum 0:3 abstaubte.
Gleichzeitig führte im Übrigen der TSV Bogen vor heimischer Kulisse mit 2:0 gegen den ASV Burglengenfeld, der vorab erklärt hatte, dass für ihn im Falle eines Scheiterns im Bayerischen Wald die Saison beendet ist. Aus diesem Grund war absehbar, dass es für die Gastgeber in der verbleibenden Spielzeit nur noch darum gehen würde, sich seriös auf die beiden Endspiel gegen den SV Erlbach vorzubereiten, sich dabei nicht unnötig zu verletzen und ein Debakel zu verhindern.
Insbesondere letzteres Vorhaben glückte unter anderem weil Edemodu einen an Dimitrakopoulos verschuldeten und vom eingewechselten Popp getretenen Foulelfmeter parierte (71.).
Auf den Rängen feierten längst die höchst sangesfreudigen Fans der Gäste, denen sich die Bank der Kickers ebenfalls schon vor Abpfiff jubelnd anschloss, bevor die Kickers-Aufstiegsparty mit Spielende richtig Fahrt aufnahm. Und wer weiß, vielleicht kommt es ja zu einem schnellen Wiedersehen mit dem zukünftigen Zweitligaunterbau der "Rothosen". mb/ct