Dank eines Großeinsatzes der Polizei, die die zum Teil stark alkoholisierten Fans voneinander trennte, kam es nach den bisherigen Erkenntnis nicht zu Körperverletzungen. Es blieb bei einigen Flaschenwürfen und einem beschädigten Außenspiegel an einem Fanbus. Ein betrunkener Fußballfan zog sich bei einem Sturz Schnittverletzungen durch eine zerbrochene Flasche zu. Die Polizei hat daraufhin die Personalien von etwa 120 Businsassen festgestellt. Die Ermittlungen werden von der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach geführt.

Gegen 9:30 Uhr hatten zwei Fanbusse des Drittligisten MSV Duisburg einen Stopp an der Rastanlage Spessart Süd eingelegt. Als zeitgleich ein Fanbus des FC Schalke 04 in die Rastanlage einfuhr, stürmten etwa 10-15 Duisburger Fans zu dem Bus und warfen mit Flaschen. Ein Randalierer hat daraufhin den rechten Außenspiegel des Schalker Busses beschädigt. Noch bevor die Polizei eintraf, stürzte ein stark alkoholisierter Fan und verletzte sich an einer zerbrochenen Glasflasche. Der Mann wurde vom Rettungsdienst medizinisch versorgt.

Aufgrund der Mitteilung über randalierende Fußballfans beorderte die Einsatzzentrale zahlreiche Streifenbesatzungen nach Rohrbrunn. Die Polizeibeamten trennten die rivalisierenden Fangruppen und stellten von den circa 120 Businsassen die Personalien fest. Einige von ihnen wurden zur Sicherung der Identität auch fotografiert. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnten alle drei Fanbusse ihre Fahrt zu den Samstagsspielen der Bundesliga fortsetzen. An dem Einsatz waren zahlreiche Streifenbesatzungen aus den Bereichen Aschaffenburg und Würzburg beteiligt. Unter anderem wurden auch zwei Diensthundeführer hinzugezogen.

Zeugen, die in Richtung Süden unterwegs waren und die Auseinandersetzungen an Rastanlage Spessart-Süd beobachtet haben oder sonst sachdienliche Angaben zu dem Vorfall machen können, werden gebeten, sich bei der Autobahnpolizei Aschaffenburg-Hösbach unter der Tel.-Nr. 06021/857-2530 zu melden.