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Fürth
Polizeieinsatz

USK gegen Ultras mit Pyrotechnik: Eskalation in der Fürther Innenstadt

Dutzende Fußball-Anhänger feiern in der Fürther Innenstadt - laut und mit Pyrotechnik. Um ein Platzverbot durchzusetzen, rufen Polizisten das USK zur Unterstützung. Zwei Polizisten werden verletzt, drei Menschen in Gewahrsam genommen.
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Bengalos
In der Nacht auf Sonntag zünden Ultras in Fürth Pyrotechnik. Es folgt ein größerer Polizeieinsatz. Symbolbild: Foto: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

Größerer Polizeieinsatz in der Fürther Innenstadt: Aus einer größeren Menschenmenge heraus kam es in der Nacht zum Sonntag (19.07.2020) in der Innenstadt in Fürth zu Ruhestörungen. Dabei wurde laut Polizei auch Pyrotechnik abgebrannt. Schließlich wurde das Unterstützungskommando Mittelfranken (USK) eingesetzt. Zwei Polizisten wurden leicht verletzt, insgesamt drei Personen wurden in Gewahrsam genommen.

Um kurz nach Mitternacht gingen bei der Einsatzzentrale der mittelfränkischen Polizei mehrere Mitteilungen über massive Ruhestörungen und das teilweise Zünden von Fackeln im Bereich des Königsplatzes ein. Als Polizeibeamte dort eintrafen, hatten sich mehrere Dutzend Personen dort eingefunden, die augenscheinlich Fußballfans der örtlichen Ultraszene waren. Aus der Gruppe heraus waren zu diesem Zeitpunkt tatsächlich pyrotechnische Gegenstände gezündet worden. Zeitgleich skandierten die Personen aus der Gruppe lautstark.

Polizei ruft USK zur Verstärkung

Neben mehreren Streifen der Fürther Polizei wurden daraufhin auch Einsatzkräfte des USK Mittelfranken hinzugezogen. Den anwesenden Ultras erteilten die Beamten Platzverweise. Einen stark alkoholisierten 29-Jährigen, der sich weigerte, dem Platzverweis nachzukommen, nahmen die Einsatzkräfte in Gewahrsam.

Während er zum Dienstfahrzeug geführt wurde, schaltete sich ein 26-jähriger Mann ein und filmte die Festnahme aus nächster Nähe mit seinem Mobiltelefon. Als einer der Polizeibeamten dem Mann das Mobiltelefon aus der Hand nahm, um die Filmaufnahmen zu unterbinden, versuchten sowohl der 26-Jährige als auch ein weiterer Mann (23 Jahre alt) ihrerseits, dem Polizeibeamten das Mobiltelefon wieder wegzunehmen. Die beiden Männer mussten daraufhin von mehreren Beamten überwältigt und festgenommen werden. Da sich die beiden Personen bei der Festnahme vehement zur Wehr setzten, verletzten sich ein 22-jähriger Polizeibeamter und seine 21-jährige Kollegin leicht.

Der 29-Jährige, der in von den Polizeibeamten zur Durchsetzung des Platzverweises in Gewahrsam genommen worden war, wurde im Laufe der Nacht wieder entlassen. Gegen die beiden festgenommenen Männer wird ein Ermittlungsverfahren wegen Angriffs bzw. Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte geführt. Der 26-jährige Tatverdächtige wird außerdem wegen der unerlaubten Filmaufnahmen zur Anzeige gebracht. Das betroffene Mobiltelefon stellten die Polizeibeamten in diesem Zusammenhang sicher. Sowohl bei der 26-jährigen als auch bei dem 23-jährigen Tatverdächtigen ordnete die Staatsanwaltschaft die Durchführung einer Blutentnahme an.

In den letzten Tagen kam es wiederholt zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und Feiernden. So wurden Polizisten in der Nacht auf Samstag in Aschaffenburg mit Flaschen beworfen. In Frankfurt kam es in der Nacht auf Sonntag bei einer Party mit 3000 Menschen zu Krawallen