Die Stadt Stein hat sich unmittelbar nach Kriegsbeginn mit der ukrainischen Bevölkerung solidarisiert.

Wie die Stadt Stein berichtet, wollte Kurt Krömer, Ersten Bürgermeister der Stadt, sehr schnell dies auch klar nach außen hin dokumentieren: „Als ein Zeichen der Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung gegen den Angriffskrieg Russlands setzten wir in Stein ein Zeichen, in dem wir das Rathaus in den Farben der Ukraine bestrahlten. Dies wurde auch von Seiten der Steiner Bürgerschaft sehr positiv angesehen. Nun sind wir aber auch verpflichtet, entsprechende Energie-Einsparmaßnahmen vorzunehmen und so habe ich mich in Abstimmung mit den Mitgliedern des Ältestenrates der Stadt Stein entschlossen, die Rathausbeleuchtung in den Farben blau und gelb ab dem 24. Juli abzuschalten. Dieser Schritt fällt mir nicht leicht, denn unsere Solidarität mit den Menschen aus der Ukraine besteht nach wie vor. Dies bringen wir auch weiterhin zum Ausdruck, da wir schon seit Kriegsbeginn zusammen mit dem Sozialverein Lichtblick eine Annahmestelle für dringend benötigte Hilfsgüter eingerichtet haben und diese auch weiterhin offenhalten.“

Krömer hofft nun auch auf das Verständnis der Steiner Bevölkerung zu diesem Schritt des Energiesparens.

Große Hilfsbereitschaft für ukrainische Menschen

Von Beginn des Krieges an gab es eine große Hilfsbereitschaft seitens der Steiner Bevölkerung. So konnten zahlreiche Transporter beladen mit Sachspenden mit insgesamt 20 Tonnen an Hilfsgütern in die Städte Kiew, Kharkow und Chernewzi auf den Weg geschickt werden, um direkt vor Ort zu helfen.

Auch mit Steins Partnerstadt Puck wurde Anfang März Kontakt aufgenommen. Denn dort musste kurzfristig über 500 Flüchtlingen geholfen werden. Dringend benötigte Matratzen, Kissen und Bettdecken für 45 Betten, gespendet neben der Stadt Stein von den Stadtwerken Stein und der Nürnberger Firma DUMA Schaumstoffe kamen innerhalb weniger Tage in Puck an. Auch Lebensmittel und Hilfsgüter wie Babynahrung und Hygieneartikel kamen bei den Transportern in die Steiner Partnerstadt mit: „Zusammen mit Walter Nüßler, unserem Partnerschaftsreferent, fuhr ich bisher drei Hilfstransporte mit insgesamt 4,5 Tonnen nach Puck. Auch spendeten die Firmen Faber-Castell, Riegelein und Trolli viele Sachen und zahlreiche Unternehmen unterstützten uns mit Geldspenden. Waren im Wert von über 20.000 Euro konnten wir so nach Puck bringen und unseren polnischen Freunden helfen. Die Dankbarkeit der betroffenen Menschen, vor allem der zahlreichen Kinder, hat mich tief berührt. Schon jetzt ist klar, dass dies nicht die letzten Fahrten in unsere Partnerstaqdt waren“, so Kurt Krömer.

Auch wenn das Rathaus also nicht mehr in den Farben der Ukraine bestrahlt wird, unterstützt die Stadt Stein für die Dauer dieses schrecklichen Angriffskrieges die ukrainische Bevölkerung. Spenden sind weiterhin dringend notwendig, um das Leid und die Not der vielen Menschen etwas lindern zu können. Zentrale Ansprechpartnerin der Stadt Stein ist Frau Winkler. Sie koordiniert die Ukraine-Hilfe. Zu erreichen ist sie unter ukrainehilfe@stadt-stein.de oder Tel.: 0911 6801-9999 (Mo.-Fr. 8:00 – 12:00 Uhr)

Wer diese humanitären Hilfsaktionen finanziell unterstützen will, kann dies gerne mit einer Spende auf das Spendenkonto des Sozialvereins Lichtblick Stein e.V. tun.

Kontaktdaten:
Sozialverein Lichtblick Stein e.V.
Kennwort: Ukraine-Hilfe
VR Bank Metropolregion Nürnberg eG
IBAN: DE 13 7606 9559 0001 4826 10

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