Ein Last-Minute-Treffer von Marcel Franke hat der SpVgg Greuther Fürth in einem irren Duell den zweiten Saisonsieg in der 2. Fußball-Bundesliga eingebracht. Die Mannschaft von Trainer Stefan Ruthenbeck bezwang den FC Erzgebirge Aue am Samstag trotz schlampiger Chancenauswertung mit 3:2 (1:0) und ist mit sechs Punkten nach drei Spieltagen im Aufstiegsrennen dabei. Sebastian Freis (39. Minute), Serdar Dursun (47.) und Franke (90.+4) schossen die Franken vor 8705 Zuschauern zum Dreier.

Nach einer inakzeptablen Abwehrleistung machte es Mario Kvesic (62.) aber nochmal richtig spannend, ehe ein Eigentor von Franke (78.) den Sachsen fast den schmeichelhaften Punkt einbrachte. Robert Zulj (32.) verschoss für die Fürther sogar noch einen Foulelfmeter. In der 88. Minute sah Aues Christian Tiffert die Gelb-Rote Karte.
"Es wird ein ekliges Spiel", hatte SpVgg-Präsident Helmut Hack vor der Partie im TV-Sender Sky gesagt. "Ich hoffe, dass die Punkte wieder bei uns bleiben." Die Statistik sprach für die Fürther: Von zuvor 18 Ligaduellen gegen Aue konnten sie neun für sich entscheiden, sechs endeten unentschieden.

Beide Mannschaften hielten sich bei hochsommerlichen Temperaturen nicht zurück und spielten nach vorne. Berisha (8. Minute) hätte die Fürther schon früh in Führung bringen können, zielte jedoch über das Tor von Schlussmann Martin Männel. Auf der Gegenseite besaßen Pascal Köpke (12.) und Tiffert (19.) ordentliche Gelegenheiten.

Den größeren Druck machten aber die Hausherren. Nach einem Foul des unglücklichen Steve Breitkreuz an Berisha verschoss Zulj den fälligen Strafstoß. Nur eine Minute darauf hätten Berisha und Freis treffen können. Es dauerte dann bis zur 39. Minute, als Freis zur verdienten Führung traf. Der Angreifer umspielte Breitkreuz und überwand auch Männel. Schon zur Halbzeit hätte es 3:0 oder 4:0 stehen können.

Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff verwertete Dursun eine scharfe Hereingabe von Khaled Narey von der rechten Seite und machte mit dem 2:0 vermeintlich alles perfekt. Die schludrige Chancenasuwertung rächte sich aber. In der 62. Minute präsentierte sich die Fürther Deckung schläfrig und ließ sich von Kvesic düpieren. Die Auer machten weiter Druck. Nach einem Schuss von Cebio Soukou bekam Franke den Abpraller von seinem eigenen Torwart Balazs Megyeri an die Hacke und es stand 2:2. Der Unglücksrabe köpfte seine Mannschaft in letzter Sekunde aber noch zum Dreier.