Torhüter Balasz Megyeri hat der SpVgg Greuther Fürth mit einem parierten Elfmeter in der 90. Minute den Auswärtssieg beim Karlsruher SC festgehalten. Im zweiten Spiel unter dem neuen Trainer Janos Radoki kam der Fußball-Zweitligist am Freitag zu einem 2:1 (2:0) in Baden und damit dem zweiten Erfolg nacheinander. Bevor der ungarische Keeper beim Strafstoß von Dimitris Diamantakos zum Matchwinner wurde, hatten Khaled Narey (6. Minute) und Mathis Bolly (24.) die Gäste in Führung gebracht. Diamantakos verkürzte danach mit seinem ersten Foulelfmeter zum 1:2 (80.).


Zweitliga-Tabelle: Fürth jetzt vor Nürnberg

Aber am Ende hielten die vor allem in der ersten Halbzeit überlegenen Fürther der Schlussoffensive stand - dank Megyeri. Der Torhüter tauchte bei Diamantakos' zweitem Schuss vom Punkt nach rechts ab und fischte den Ball von der Linie. In der Tabelle kletterten die Fürther vorerst an Erzrivale 1. FC Nürnberg vorbei auf den neunten Platz.

"Das war insgesamt ein verdienter Sieg", sagte Torschütze Narey bei Sky. "Wir sind in der zweiten Halbzeit zu fahrlässig mit den Chancen umgegangen. So haben wir die Kiste am Ende spannend gemacht."


Sararer mit erfolgreichem Comeback

Vor 10.500 Zuschauern hatte die Radoki-Truppe einen Start nach Maß erwischt. Das lag auch an Stürmer Sercan Sararer, der nach seinen Wadenproblemen und zwei Spielen Pause ein Comeback gab und beide Treffer vorbereitete: Zunächst legte der Türke im Strafraum per Kopf ab auf Narey, der den Ball von rechts wuchtig unter die Latte drosch.

Nach einer starken Parade von Megyeri gegen KSC-Profi Yann (9.) eroberte Sararer in der gegnerischen Hälfte den Ball, setzte Bolly perfekt in Szene, und dieser vollendete zum ersten Saisontor.

Nach dem Seitenwechsel hatten Veton Berisha mit einem Schuss an den Pfosten (57.) und Damjan Djokovic aus wenigen Metern (73.) die Chancen zur Vorentscheidung. Aber sie scheiterten, und es wurde spannend: Zunächst verkürzte Diamantakos per Foulelfmeter nach einem Foul von Sebastian Heidinger an Erwin Hoffer. Danach brachte Niko Gießelmann im Strafraum Florian Kamberi zu Fall - die unnötige Aktion hatte dank Torwart Megyeri für Fürth aber keine Konsequenzen.