Die SpVgg Greuther Fürth hat erneut den Sprung nach oben verpasst und tritt in der 2. Fußball-Bundesliga auf der Stelle. Die Mannschaft von Trainer Stefan Ruthenbeck kam am Freitagabend zum Auftakt des 14. Spieltags nicht über ein mageres 0:0 gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld hinaus. Vor 9110 Zuschauern im Stadion am Laubenweg waren beide Teams extrem harmlos und konnten keinerlei spielerische Akzente setzen.

Mit nur vier Punkten aus den vergangenen fünf Spielen gerät die Aufstiegszone für die Fürther weiter aus dem Blick. Mit nun 21 Zählern rutschten sie in der Tabelle auf Rang sieben ab. Die Bielefelder bleiben dank ihres zehnten Unentschiedens in dieser Saison immerhin zum dritten Mal in Serie ungeschlagen.


Ruthenbeck: Waren dem Sieg näher als der Gegner

"Meine Mannschaft hat ein gutes Spiel gemacht", insistierte Ruthenbeck im TV-Sender Sky. "Wir waren dem Sieg näher als der Gegner." Die Arminia habe allerdings "sehr gut verteidigt", betonte er. Der langjährige Greuther Keeper Wolfgang Hesl musste sich nach seiner Rückkehr nach Franken nicht grämen. "Das ist das erste Unentschieden, mit dem wir zufrieden sein können", sagte er. "Wir haben Fürths Offensivqualitäten aus dem Spiel genommen."

Ruthenbeck musste nach dem 0:1 bei Fortuna Düsseldorf notgedrungen seine Startelf einmal umbauen. Wegen eines Muskelfaserrisses im Oberschenkel fehlte Goran Sukalo, dafür durfte Andreas Hofmann von Beginn an ran. Entscheidende Impulse gingen von ihm allerdings auch nicht aus. Die Zuschauer bekamen einen müden Kick zu sehen, in dem zwingende Torchancen fehlten.
Immerhin gab es zwei strittige Szenen. Zunächst prallte Fürths Torwart Sebastian Mielitz (26.) mit Arminia-Kapitän Fabian Klos im Sechzehner zusammen, dann bekam Bielefelds Julian Börner (30.) ebenfalls im Strafraum einen Schuss von Jürgen Gjasula an die Hand. Schiedsrichter Florian Heft ließ in beiden Fällen weiterspielen.
Drei Minuten danach sprintete David Ulm durch die Fürther Deckung, legte vor dem heranstürmenden Mielitz den Ball auf Christoph Hemlein ab - doch für den Offensivmann war der Winkel zu spitz. Kurz vor dem Halbzeitpfiff waren dann die Gastgeber an der Führung dran. Für eine scharfe Flanke über die linke Seite von Robert Zulj kam der emsige Angreifer Veton Berisha aber zu spät.


Fußball-Magerkost

Mit Fußball-Magerkost ging es zum Leidwesen der Fans weiter. Auf beiden Seiten kamen immer wieder Pässe nicht an, die letzte Entschlossenheit fehlte. Ausdruck der Harmlosigkeit: ein verunglückter Kopfball von Sebastian Freis (60.), bei dem Hesl völlig entspannt bleiben durfte. Ganz frei vor Mielitz versagte dann per Kopf Bielefelds Börner (72.) aus gerade mal acht Metern.

Fünf Minuten vor dem Abpfiff versuchte es der eingewechselte Niko Gießelmann nochmal mit einem Freistoß. Doch auf der Linie konnte Börner gerade noch klären. Am Ende gab es Pfiffe.