Wie es halt so ist: Erst nutzt die SpVgg Jahn Forchheim im Bayernliga-Spitzenspiel gegen den TSV Aubstadt ihre guten Chancen nicht zum Siegtreffer, dann hätte es in der Nachspielzeit fast das böse Erwachen gegeben. So war es aber eine Punkteteilung, mit der beide Mannschaften am Ende nicht unzufrieden sind.

Jahn Forchheim - TSV Aubstadt 1:1

"Nach dem schnellen 1:0 versäumten wir es, das Spiel in die Hand zu nehmen. In der zweiten Halbzeit hat man dann gesehen, dass die Spieler gewinnen wollten, aber wir haben unsere guten Chancen nicht genutzt", sagte Jahn-Coach Michael Hutzler. Zufrieden war Gästetrainer Josef Francic: "Die gefährlichen Angriffe der Forchheimer im zweiten Durchgang haben wir mit etwas Glück überstanden, hätten allerdings auch gewinnen können", stellte der Gäste-Coach fest.

Das Spitzenspiel begann vor 350 Zuschauern mit einem Paukenschlag, bereits in der ersten Minute erzielte Clausnitzer aus halblinker Position nach einem abgefälschten Freistoß per Volleyschuss den Führungstreffer. Wer nun gedacht hatte, dieser Treffer würde den Jahn beflügeln, sah sich getäuscht: Die Gastgeber stellten das Fußballspielen ein, ließen sich im Mittelfeld auf unnötige Zweikämpfe ein und konnten sich trotz hohen Ballbesitzes nicht mehr in Szene setzen.

Ausgleich vom Punkt

Mit Beginn der zweiten Halbzeit wurde Aubstadt stärker: Nach einer Großchance von Schneider kam der Ball wieder hoch in den Strafraum. Keeper Beck wollte per Faustabwehr klären, traf allerdings auch Noack - und der Schiri zeigte sofort auf den Strafstoßpunkt. Christoph Rützel verwandelte den Elfmeter unhaltbar (50.).

Danach besannen sich die Gastgeber wieder auf ihre eigentlichen Stärken und wurden von Minute zu Minute stärker. In der 62. Minute hatte der eingewechselte Zametzer die Großchance zum 2:1, doch der Keeper klärte mit einer Glanzparade zur Ecke. Nachdem eine Direktabnahme von Göbhardt abgeblockt wurde, musste Torhüter Beck nach einem Konter gegen Fernando sein ganzes Können aufbieten. In der 76. Minute hatten die Zuschauer den Torschrei erneut auf den Lippen. Der stark spielende Kapitän Clausnitzer überwand den Torhüter mit einem Heber, doch auf der Linie klärte Grader. Die nächste Großchance hatte dann Zametzer in der der 87. Minute, doch auch sein Kopfball wurde vom starken Keeper Mack vor der Linie abgewehrt. Dann, es lief schon die Nachspielzeit, hätte ein Konter fast noch zur Jahn-Niederlage geführt. Über den eingewechselten Grell kam Köttler im Fünfmeterraum an den Ball, dessen Schuss strich aber haarscharf am Pfosten vorbei. Es blieb beim Remis. Nach dem Abpfiff ging es hektisch zu, nach einer Tätlichkeit an Selmani zeigte der Schiri dem TSVler Benkenstein die Rote Karte.

Für die Forchheimer steht nun am kommenden Sonntag (15 Uhr) das Auswärts-Derby beim wiedererstarkten FSV Erlangen-Bruck an. Die Brucker haben nach dem sensationellen 1:0-Erfolg beim TSV Großbardorf nun wieder gute Chancen auf den Ligaerhalt.