Mit 25 Punkten aus nun 20 Partien stecken die Franken damit weiter im Niemandsland der Tabelle fest.

Marc Hornschuh (34. Minute) und Waldemar Sobota (62.) machten vor 12.055 Zuschauern den neunten Saisonsieg der taktisch cleveren Hamburger in der 2. Fußball-Bundesliga perfekt. Die Fürther konnten dagegen in der Offensive nie wirklich Gefahr erzeugen.

Niemand sei mit der aktuellen Mittelfeldplatzierung zufrieden, hatte Ruthenbeck vor dem 20. Spieltag gesagt. "Wir sind nicht so schlecht wie gerade die Stimmung ist." Seine Mannschaft verpatzte den Pflichtspielstart 2016 dennoch.

Nach dem hochunterhaltsamen 3:2 der Hamburger in der Hinrunde waren nun beide Mannschaften in erster Linie auf eine sichere Defensive bedacht. Die Gäste hatten bei schnell vorgetragenen Kontern der Hausherren durchaus Probleme. Die Greuther machten aber aus den raren Gelegenheiten zu wenig.

Großes Glück hatten die Franken in der 15. Minute, als Referee Manuel Gräfe ein Handspiel von Zlatko Tripic im eigenen Sechzehner nicht ahndete. Ewald Lienens effektives Team ging dann dennoch in Führung. Nach einem Eckball war die Fürther Deckung ungeordnet, Verteidiger Hornschuh nutzte die Konfusion mit seinem zweiten Saisontor zum nicht unverdienten 1:0 für St. Pauli.

Die Fürther, die erstmals nach der Umbenennung des Stadions im "Sportpark Ronhof | Thomas Sommer" aufliefen, begannen nach der Halbzeit druckvoll. Marco Stiepermann (48.) verzog mit einem ersten Warnschuss nur knapp, Tripic (54.) versuchte es wenig später ebenfalls erfolglos aus der Distanz. Die Hamburger konnten sich zu diesem Zeitpunkt fast gar nicht aus der eigenen Hälfte befreien.

Einmal so richtig gelang es doch - und wieder fiel ein Tor. Nach einem Diagonalpass von Lennart Thy überlief Sobota Niko Gießelmann, der ausrutschte, und erhöhte mit einem Lupfer gegen Fürths Schlussmann Sebastian Mielitz auf 2:0. Viel zu sicher stand St. Pauli auch in der Folge und konnte so einen über weite Strecken ungefährdeten Dreier in der Fremde einfahren.