Laden...
Fürth
Fußball

Fürths Geschäftsführer Azzouzi fordert nach Hopp-Eklat: Reaktion auch bei Rassismus

Nach massiven Beleidigungen gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp in mehreren Bundesliga-Stadion wünscht sich Kleeblatt-Geschäftsführer Rachid Azzouzi ein ebenso energisches Vorgehen auch bei rassistischen Vorfällen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Anhänger des FC Bayern München halten ein Banner mit der Aufschrift «Du Hurensohn!» gegen D. Hopp, Mäzen des TSG 1899 Hoffenheim. Foto: Tom Weller/dpa
Anhänger des FC Bayern München halten ein Banner mit der Aufschrift «Du Hurensohn!» gegen D. Hopp, Mäzen des TSG 1899 Hoffenheim. Foto: Tom Weller/dpa

Nach den Fan-Eklats in den Fußball-Bundesligen fordert der Geschäftsführer der SpVgg Greuther Fürth Rachid Azzouzi ein Einschreiten der Mannschaften auch bei rassistischen Vorfällen.

Am Wochenende hatte es in deutschen Stadien Hass-Plakate und Schmähgesänge gegen Fußball-Mäzen Dietmar Hopp gegeben - die Partie des FC Bayern in Hoffenheim wurde zweimal unterbrochen und stand vor dem Abbruch.

Azzouzi mit klarer Ansage

"Es darf aber nicht passieren, dass gestreikt wird, wenn es gegen einen weißen, wohlhabenden Mann geht - und bei einem farbigen Spieler nicht", sagte Azzouzi den Nürnberger Nachrichten am Dienstag.

Der Zweitliga-Manager der SpVgg Greuther Fürth erinnerte an das DFB-Pokalspiel von Schalke 04 gegen Hertha BSC, bei dem der dunkelhäutige Berliner Profi Jordan Torunarigha von Zuschauern mit Affenlauten geschmäht worden war. "Ich hätte mir gewünscht, dass auf Schalke, als ein Spieler rassistisch beleidigt wurde, genauso durchgegriffen worden wäre wie jetzt in Hoffenheim", sagte Azzouzi.

Der 49-Jährige wurde in Marokko geboren und bestritt für das nordafrikanische Land unter anderem zwei Weltmeisterschaften. Er kam aber bereits als Zweijähriger nach Deutschland, spielte unter anderem für Duisburg, Fortuna Köln und Fürth und wurde nach eigener Aussage sein "ganzes Leben" von Rassismus begleitet.

Azzouzi erinnert sich: Wurde hier als Kameltreiber beschimpft

"Hier in Fürth wurde ich als Kameltreiber beschimpft", erzählte er. Sein Verein setze sich bereits für Toleranz und Vielfalt ein. "Aber ja: Vielleicht müssen wir noch klarer Stellung beziehen", stellte Azzouzi fest.