Jetzt wird es richtig bitter für die SpVgg Greuther Fürth. Nach dem 0:3 (0:2) beim 1. FC Heidenheim sind die akut abstiegsbedrohten Franken in der 2. Fußball-Bundesliga punktgleich mit dem FC Erzgebirge Aue, der auf dem Relegationsplatz rangiert. Obendrein macht das Restprogramm mit Spielen gegen Darmstadt 98 und bei RB Leipzig wenig Mut. "Wir haben jetzt noch zwei schwere Aufgaben vor uns und wissen, dass wir uns so nicht präsentieren dürfen", kommentierte Trainer Mike Büskens und betonte: "Wir haben eine Verantwortung gegenüber dem Verein und der Stadt."

Tim Göhlert (25. Minute), Philipp Heise (42.) und Marc Schnatterer (49./Foulelfmeter) sorgten am Sonntag mit ihren Toren zum elften Saisonsieg für großen Jubel in der mit 14 000 Zuschauern prall gefüllten Heidenheimer Arena. Die Gastgeber machten damit den Klassenverbleib perfekt - ein Ziel, von dem die Spielvereinigung noch ein gutes Stück entfernt ist. "Wir waren viel zu passiv und sind folgerichtig bestraft worden", klagte Büskens.

Kaum etwas erinnerte an den 3:0-Mutmacher gegen Fortuna Düsseldorf aus der Vorwoche, stattdessen herrschte kollektive Nervosität im Frankenteam. "Es war ein gebrauchter Tag, weil wir in keinster Weise an das Spiel anknüpfen konnten", erkannte Büskens.

Fürth setzte der spielerischen Überlegenheit der Heidenheimer, die in ihrem Zweitliga-Premierenjahr nun 42 Punkte haben, trotz der Unterstützung von 1500 mitgereisten Fans quasi nichts entgegen. Der FCH kontrollierte die Partie mit gepflegtem Offensivfußball. Spätestens nach der Roten Karte für Fürths Robert Zulj (48.) und Schnatterers zehntem Saisontor zum 3:0 war alles klar.