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Roßtal
Vergiftung

In Katzenfutter versteckt: Mehrere Tiere durch Giftköder verletzt

In Roßtal ist ein Hund offenbar mit einem ausgelegten Köder vergiftet worden. In der Region wurden bereits mehrere Tiere auf diese Weise verletzt. Die Polizei bittet um Mithilfe.
 
In Roßtal sind mehrere Tiere durch Giftköder verletzt worden. Die Polizei sucht Zeugen. Symbolfoto: pixabay/IgorShubin

Mutmaßliche Giftköder im Landkreis Fürth ausgelegt: Im  mittelfränkischen Roßtal  ist ein Hund  anscheinend durch einen präparierten Köder zu Schaden gekommen. Wie die Polizei berichtet, nahm das Tier den vermeintlichen Giftköder auf und musste anschließend in einer Tierklinik behandelt werden. Der Vorfall ereignete sich demnach bereits am 8. Januar 2021

Laut Polizei ging eine Frau gegen 10 Uhr mit ihrem Hund Gassi. Im Bereich der Ludwigstraße in Roßtal fraß ihr Hund, in der Nähe einer Hofeinfahrt, einen vermeintlichen Giftköder. Die Hundehalterin brachte ihren Hund umgehend in eine Tierklinik. Der behandelten Tierärztin zufolge lagen Hinweise auf eine Vergiftung vor. Daraufhin erstattete die Frau Anzeige bei der Polizei.

Giftköder in Roßtal: Hunde und Katzen betroffen

Bei einer Untersuchung der Giftköder stellte sich heraus, dass es sich um Katzenfutter handelte, das mit rötlichen Körnern durchsetzt war. Durch die Verbreitung in den sozialen Netzwerken meldeten sich einige weitere Tierhalter bei der Polizei. 

Bisher gab es fünf weitere Fälle, bei denen Katzen in den vergangenen sechs Monaten wegen Vergiftungserscheinungen behandelt werden mussten. Alle Tiere stammen aus der Region rund um die Ludwigstraße. Bisher haben alle überlebt - es entstanden aber Behandlungskosten im niedrigen vierstelligen Bereich.

Laut der Polizei kann aktuell noch nicht abschließend gesagt werden, ob die Giftköder gezielt gegen Haustiere oder eventuell auch zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt wurden. Nach Einschätzung der Tierärztin können Vergiftungserscheinungen auch nach dem Verzehr von vergifteten Mäusen oder Ratten auftreten. Das Ergebnis der untersuchten Giftköder steht noch aus.

Giftköder: So können Sie ihr Haustier schützen

Die Polizei bittet die Anwohner der betroffenen Wohnbereiche (Ludwigstraße, Luidolfstraße und An den Sieben Quellen), die Augen offen zu halten und verdächtige Wahrnehmungen der Polizei zu melden.

Folgende Verhaltensregeln werden von der Polizei empfohlen: 

  • Achten Sie beim Gassigehen besonders darauf, dass Ihr Tier keine Fremdkörper aufnimmt.
  • Leinen Sie Ihren Hund beim Spazierengehen an.
  • Sollten Sie verdächtige Gegenstände auffinden, verständigen Sie umgehend die örtliche Polizeidienststelle und bleiben Sie, wenn möglich, bis zum Eintreffen der Streife vor Ort.

Im Nürnberger Land sorgte indes eine Wolfssichtung für große Verunsicherung in einem Dorf. Mitten am Tag wurde das Raubtier auf einem Spielplatz gesichtet. Ein Anwohner filmte mit.