Schockierender Anruf bei der Polizei im Kreis Fürth: An einer Mittelschule in Oberasbach soll sich am Montag (8. November 2021) ein Schüler mit einer Waffe aufgehalten haben. Es folgte ein Großeinsatz - jedoch ohne Ergebnis.

Im Verlauf des Tages kamen immer mehr Hinweise ans Licht, dass einer der Schüler tatsächlich im Besitz einer Waffe sein könnte. Die Polizei durchsuchte sein Zimmer. Später kehrte er an die Schule zurück und bedrohte andere Jugendliche.

Update vom 11.11.2021: Haftantrag gegen 17-Jährigen gestellt

Nachdem ein 17-jähriger Schüler einen größeren Polizeieinsatz an der Pestalozzi-Schule in Oberasbach ausgelöst hatte, wurde nun ein Haftantrag gegen den Jugendlichen gestellt.

Am Montag (8. November 2021) meldete ein anonymer Anrufer, dass sich ein bewaffneter Schüler in der Pestalozzi-Schule befinden soll. Eine Durchsuchung des Schulgebäudes durch die Polizei verlief aber ergebnislos. Im Laufe der weiteren Ermittlungen fanden die Polizeibeamten aber in der Wohnung eines 17-Jährigen eine PTB-Waffe sowie weitere verbotene Gegenstände.

Am Mittwoch (10. November 2021) betrat der 17-Jährige gegen 11.30 Uhr erneut die Pestalozzi-Schule. Dort bedrohte er mehrere Schüler*innen, die sich während der Pause auf dem Schulhof aufhielten, und versuchte sie einzuschüchtern. Er warf ihnen vor, belastende Aussagen gegen ihn bei der Polizei gemacht zu haben. Die verängstigten Jugendlichen vertrauten sich der Schulleitung an, die umgehend die Polizei alarmierte. Diese leitete eine Fahndung nach dem Jugendlichen ein. Kurze Zeit später nahmen ihn die Polizeibeamten in der Nähe der Schule fest.

Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth stellte wegen Verdunkelungsgefahr Haftantrag gegen ihn. Am Donnerstag soll er dem Ermittlungsrichter vorgeführt werden, der über den Haftantrag entscheiden wird.

Update vom 09.11.2021: Nach Gefahrenmeldung an Pestalozzi-Schule - Zimmer von Schüler durchsucht

Nachdem Großeinsatz an der Pestalozzi-Schule in Oberasbach am Montag (8. November 2021) hat die Polizei weitere Ermittlungen angestellt. Zuvor war eine anonyme Mitteilung eingegangen, dass sich ein bewaffneter Schüler dort aufhalte. Im Gebäude konnten die Einsatzkräfte jedoch weder einen Verdächtigen ausmachen noch eine Waffe finden, wie das Polizeipräsidium Mittelfranken mitteilte.

Da sich zunächst keine weiteren Anhaltspunkte für eine Gefahrenlage ergaben, wurde der Einsatz gegen 13.30 Uhr beendet und der Nachmittagsunterricht planmäßig fortgesetzt. Dann verdichteten sich allerdings die Hinweise, dass einer der Schüler tatsächlich in Besitz einer Waffe sein könnte.

Ein 17 Jahre alter Schüler geriet ins Visier der Beamten der Polizei Stein und noch am Abend erließ das Amtsgericht Fürth einen Antrag auf Durchsuchung der Wohnung seiner Eltern in Oberasbach. Einsatzkräfte des Unterstützungskommandos Mittelfranken wurden im Zimmer des Jugendlichen fündig: Eine sogenannte PTB-Waffe - etwa eine Schreckschuss- oder Signalwaffe - samt Munition, ein verbotenes Messer und mehrere Gramm Marihuana lagerte der Schüler. Auch ein 19-Jähriger, der während der Durchsuchung bei dem Tatverdächtigen war, hatte einen Joint und eine kleinere Menge Marihuana bei sich.

Die Waffen und Drogen wurden beschlagnahmt. Gegen den 17-jährigen Schüler leitete die Polizei ein Ermittlungsverfahren nach dem Waffen- sowie dem Betäubungsmittelgesetz ein und führte bei ihm außerdem eine erkennungsdienstliche Behandlung durch. Dabei werden persönliche Daten und körperliche Merkmale erfasst, aber auch Fingerabdrücke genommen. Der 19-jährige Bekannte des Schülers muss sich ebenfalls wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten.

Die Schulleitung der Pestalozzi-Schule verhängte gegen den betroffenen Schüler einen vorübergehenden Schulausschluss. Die Polizeiinspektion Stein zeigte auch im Rahmen des Schulbetriebs am Dienstag (9. November 2021) entsprechende Präsenz an der Pestalozzi-Schule.

Meldung vom 08.11.2021: Polizei sucht Mittelschule in Oberasbach nach Waffe ab

An der Pestalozzi-Schule in Oberasbach (Kreis Fürth) ist es am Montagmittag (8. November 2021) zu einem Einsatz der Polizei gekommen: Ein anonymer Anrufer hatte die Beamten gewarnt, dass einer der Schüler eine Waffe bei sich haben soll.

Gegen 12 Uhr ging der anonyme Anruf bei der Polizei ein: Ein Schüler der Pestalozzi-Schule sollte demnach bewaffnet gewesen sein, den Namen des betroffenen Schülers teilte der Anrufer aber nicht mit. Die Polizei kontaktierte daraufhin sofort die Schulleitung und bereitete den Einsatz am Schulzentrum vor, in dem eine Grund- sowie Mittelschule untergebracht sind.

Während die Klassen und Lehrkräfte der Mittelschule in den Unterrichtsräumen blieben, sperrte die Polizei das Gebäude ab und durchsuchte es mit mehreren Streifen der Inspektionen Stein und Zirndorf nach einer verdächtigen Person. Die Grundschüler*innen hatten das Gelände bereits gegen 13 Uhr in Begleitung ihrer Lehrkräfte verlassen, wie  das Polizeipräsidium Mittelfranken am Montagnachmittag mitteilte. Das Gelände wurde umstellt und weiträumig abgesperrt.

Die Suche nach verdächtigen Personen und Waffen verlief allerdings ergebnislos. Die Polizei beendete ihren Einsatz daher um kurz nach 13.30 Uhr. Der Schulbetrieb in der Mittelschule wurde anschließend fortgesetzt.