Am Montagvormittag (14. Juni 2021) ist es um kurz nach 11.00 Uhr in der Fürther Südstadt zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen. Laut ersten Informationen von NEWS5 war es dort zu einem Streit zwischen zwei Männern gekommen, bei dem einer der beiden lebensgefährlich mit einem Messer verletzt wurde. Dies bestätigte der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken auf Nachfrage von inFranken.de.

Update vom 15.06.2021, 13.40 Uhr: Opfer außer Lebensgefahr - Zeugen gesucht

Wie das Polizeipräsidium Mittelfranken am Dienstag (15. Juni 2021) in einer Pressemitteilung berichtet, befindet sich der 45-jährige Geschädigte mittlerweile außer Lebensgefahr, muss allerdings noch stationär im Krankenhaus behandelt werden. Er wurde am Montag (14. Juni 2021) von einem 38-jährigen Tatverdächtigen in seinem Geschäft in der Fürther Südstadt angegriffen und schwer verletzt. Der Täter konnte noch am Montagnachmittag in einer Wohnung in Nürnberg festgenommen werden. 

Fest steht mittlerweile, dass die beiden sich persönlich kannten. "Durch die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wurde am Tattag Haftantrag wegen versuchten Totschlags gestellt. Der Tatverdächtige wird am Dienstag im Laufe des Tages dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Fürth vorgeführt", heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Mittelfranken. 

Die weiteren Ermittlungen werden durch die Kriminalpolizeiinspektion Fürth geführt. Die Beamten bitten in diesem Zusammenhang um Zeugenhinweise.

Der Tatverdächtige soll nach der Tatausführung zwischen 10.55 Uhr und 11.00 Uhr den Tatort in der Flößaustraße/Ludwigstraße fluchtartig verlassen haben, so die Polizei. Dabei hatte er ein Messer in der Hand und soll schwarze Handschuhe getragen haben. Weitergerannt ist er nach ersten Angaben von der Ludwigstraße in Richtung Jahnstraße. Hier soll der Tatverdächtige durch eine Personengruppe gelaufen sein, die erschrocken zur Seite wich. 

Die Beamten der Kriminalpolizei bitten Passanten, die sich zu dieser Zeit in der Ludwigstraße befunden haben beziehungsweise dieser Gruppe angehörten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen. Zu Tagesdienstzeiten zwischen 08:00 Uhr bis 16:00 Uhr werden Anrufe unter der Telefonnummer 0911/75905-310 entgegengenommen. Außerhalb dieser Zeiten ist der Kriminaldauerdienst rund um die Uhr unter der Telefonnummer 0911/2112-3333 zu erreichen.

Erstmeldung vom 14.06.2021, 12.30 Uhr: Mann lebensgefährlich  mit Messer verletzt 

Die Polizei wurde am Montag (14. Juni 2021) alarmiert, da eine schwer verletzte Person aufgefunden wurde. Ein 45-jähriger Mann wurde in der Folge des Streits mit einem anderen Mann von diesem mit einem Messer angegriffen und lebensgefährlich verletzt. 

Gegen 11.00 Uhr wählte ein Zeuge den Notruf und schilderte, dass er einen schwer verletzten und stark blutenden Mann in einem Geschäft in der Flößaustraße aufgefunden hatte, der dringend ärztliche Hilfe benötige. Außerdem wäre ein Mann vom Tatort geflohen, bei dem es sich um den Angreifer handeln soll. Mehrere Streifen der Polizeiinspektion Fürth sowie Einsatzkräfte des Rettungsdienstes fuhren zum Ereignisort, wie das Polizeipräsidium Mittelfranken mitteilt.

Der 45-Jährige wurde sofort durch den Rettungsdienst medizinisch betreut. Vor Ort berichtete der Schwerverletzte, bei dem es sich um den Geschäftsinhaber handelte, dass er von einem ihm persönlich bekannten Mann angegriffen und schwer verletzt worden war. Da das Opfer mutmaßliche Stichverletzungen aufwies und aufgrund der Gesamtumstände von einem versuchten Tötungsdelikt auszugehen war, leitete die Einsatzzentrale umfangreiche Fahndungsmaßnahmen nach dem namentlich bekannten Tatverdächtigen ein. Hierbei waren neben zahlreichen Einsatzkräften der Polizeiinspektion Fürth noch mehrere Streifen der mittelfränkischen Polizei, Diensthundeführer sowie ein Polizeihubschrauber eingesetzt.

Die Kriminalpolizei Fürth übernahm noch vor Ort die ersten Ermittlungen hinsichtlich eines versuchten Tötungsdeliktes. Das Fachkommissariat führte die Spurensicherung durch und befragte Zeugen. Außerdem wurden kriminaltaktische Maßnahmen zur Ergreifung des Tatverdächtigen veranlasst. Am frühen Nachmittag konnten Einsatzkräfte des USK Mittelfranken den 38-jährigen Tatverdächtigen in einer Wohnung in Nürnberg festnehmen. Gegen ihn wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdeliktes eingeleitet.