Letztlich hatten die Mitarbeiter des TV- und Blitzgeräteherstellers Metz das Ende nahen sehen. Doch von der Insolvenz des Traditionsunternehmens aus den Medien zu erfahren, sorgte am Donnerstag für reichlich Unmut unter der Belegschaft. "Die sind über die Art der Kommunikation not amused", sagte IG Metall-Vertreter Klaus-Dieter Winnerlein nach einem Besuch im Metz-Werk in Zirndorf. Erst am Nachmittag erhielt die Belegschaft offiziell Bescheid, als sie der vorläufige Insolvenzverwalter über die Ereignisse vom Vortag informierte.

Die rund 540 Mitarbeiter hatten in den vergangenen Jahren bereits durch einen Sanierungstarifvertrag und den Verzicht auf Lohnerhöhungen zur Stabilisierung des Unternehmens beigetragen; nach Gewerkschaftsangaben in einer Größenordnung von weit mehr als zehn Millionen Euro.