Mega-Jubel am Ronhof - Greuther Fürth steigt in die 1. Bundesliga auf: Die SpVgg Greuther Fürth hat in einem dramatischen Zweitliga-Saisonfinale ihren zweiten Aufstieg in die Fußball-Bundesliga erzwungen. Etwa 1.500 Fans haben sich vor dem Stadion versammelt, um ihre Mannschaft euphorisch zu feiern. Laut einem Statement der Polizei Mittelfranken gegenüber NEWS5 werden dabei aber die Corona-Regeln weitgehend eingehalten. 

Update vom 23.05.2021, 17.40 Uhr: Greuther Fürth sichert sich den Aufstieg - Packendes Saisonfinale gegen Düsseldorf

In Unterzahl besiegte das Team von Trainer Stefan Leitl am Sonntag mit großer Moral und Kraftanstrengung Fortuna Düsseldorf mit 3:2 (0:1) und verdrängte am letzten Spieltag mit 64 Punkten Holstein Kiel noch von Platz zwei. Die Kieler patzten daheim gegen Darmstadt 98.

Auch nach der Roten Karte von Mittelfeldspieler Anton Stach (45.+3) gaben die Fürther nicht auf und kamen zweimal nach einem Rückstand zurück. Branimir Hrgota (53./Handelfmeter), Julian Green (69.) und der eingewechselte Dickson Abiama (83.) erzielten die Tore. Nach dem Abpfiff lagen sich die Fürther in den Armen, außerhalb des Stadions jubelten Hunderte Fans, die ihr Team unterstützt hatten. Es ist für die Fürther der zweite Aufstieg nach 2012, "ein Wunder", wie es der Erfolgscoach nannte.

Kristoffer Peterson (26. Minute) und Shinta Appelkamp (56.) hatten die Düsseldorfer zweimal in Führung gebracht. Fürth kam in der ersten Hälfte nicht ans Leistungslimit, wuchs aber in Unterzahl nach der Pause über sich hinaus.

Der 1. FC Nürnberg hat Hannover 96 durch einen Sieg im letzten Saisonspiel noch überholt. Der Club gewann am Sonntag mit 2:1 (1:1) bei den Niedersachsen, die auf eine völlig missglückte Saison zurückblicken müssen. Nürnberg beendet die ebenfalls nicht gelungene Spielzeit auf dem elften Tabellenrang. Beide Tore für den FCN schoss der 19 Jahre alte Erik Schuranow (6./74. Minute). Marvin Ducksch sorgte in der 36. Minute mit seinem 16. Saisontor für den Ausgleich.

Erstmeldung vom 23.05.2021, 15.10 Uhr: Hoffnung auf den Aufstieg - Das müsste passieren damit Greuther Fürth aufsteigt

Steigt Greuther Fürth schon heute auf? Fans hoffen - Die SpVgg Greuther Fürth hofft beim Saisonfinale der 2. Bundesliga am Pfingstsonntag (15.30 Uhr) auf den direkten Aufstieg in die Fußball-Bundesliga. In den Dreikampf mit Spitzenreiter VfL Bochum und dem Tabellenzweiten Holstein Kiel gehen die Fürther aber als Außenseiter. Die Fürther steigen bei einem Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf auf, wenn gleichzeitig Bochum verliert oder Kiel nicht gewinnt. Die Fürther könnten auch jubeln, wenn sie unentschieden spielen und Kiel gleichzeitig daheim gegen Darmstadt verliert.

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"Wenn wir drei Punkte holen, wird es reichen, um direkt hochzugehen", glaubt Fürths Trainer Stefan Leitl. Den dritten Platz - und damit die Relegation - haben die Fürther bereits sicher. Gegner in den zwei Partien um den Erstliga-Aufstieg wäre dann der 1. FC Köln, der am Samstag in der Bundesliga noch auf Platz 16 klettern konnte.

Die Fürther Fans haben ihre Mannschaft am Samstagmittag euphorisch bei der Anfahrt zum Stadion am Ronhof bejubelt. Trotz Mahnungen der Polizei und von Oberbürgermeister Thomas Jung (SPD) haben sich viele Anhänger rund um das Stadion versammelt. Mit lauten Gesängen und grünem Rauch stimmen sie sich auf den möglichen frühzeitigen Aufstieg ohne Relegation ein. 

 

Der 1. FC Nürnberg hat indes für den Saisonabschluss in der 2. Fußball-Bundesliga bei Hannover 96 ein klares Ziel vor Augen. "Es ist eine gute Konstellation für das letzte Spiel, wenn man einen direkten Konkurrenten um einen Tabellenplatz hat, den man überholen kann", sagte Trainer Robert Klauß vor der Partie am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) bei den Niedersachsen. Das Heimspiel hatten die Franken mit 2:5 vergeigt. «Wir wollen das Hinspiel wieder wettmachen und Hannover 96 auch in der Tabelle überholen», sagte Klauß - und denkt schon über das Saison-Finale hinaus.

Club spielt in Hannover: Ein gutes Omen?

Im Duell zweier in dieser Saison insgesamt enttäuschender Teams, die beide mehr Spiele verloren als gewonnen haben, würden die Franken mit einem Sieg am vor ihnen platzierten Tabellenelften vorbeiziehen. Insgesamt gehe es in diesen Tagen auch um die Vorbereitung für die neue Saison, sagte Klauß am Freitag. Und dann könne man es auch "richtig machen und nicht ausklingen lassen".

Geschenke bei der Aufstellung will der 36-Jährige nicht verteilen. «Ich halte nicht viel von Experimenten. Wir werden nach Leistung aufstellen, aber auch abwägen: was ergibt Sinn», sagte Coach Klauß. Kurios: Seit dem gemeinsamen Abstieg im Jahr 2019 gab es in drei Zweitliga-Duellen drei klare Auswärtssiege. Der FCN gewann letzte Saison 4:0 in Hannover, die Niedersachsen siegten 3:0 und 5:2 in Nürnberg. Gutes Omen also für den "Club"?