Die Regierung von Mittelfranken erwartet, dass jeden Tag zwischen 250 und 300 Menschen neu in den Erstaufnahmen ankommen, pro Woche aber nur 600 bis 800 weiterverteilt werden können. Die vorhandenen Kapazitäten würden daher nicht mehr lange ausreichen, teilte eine Sprecherin am Mittwoch mit. "Es ist daher dringend geboten, auf Kapazitäten, die im Rahmen des Winternotfallplans vorgesehen sind, zurückzugreifen - gegebenenfalls auch außerhalb des Regierungsbezirks Mittelfranken."

In den vergangenen Tagen seien überwiegend Asylsuchende aus dem Kosovo in der Erstaufnahme in Zirndorf bei Nürnberg angekommen. Am Montag kamen beispielsweise 236 Asylbewerber neu in Zirndorf an, davon 90 Prozent aus dem Kosovo.

Viele Städte und Landkreise hätten für die Erstunterbringung von Asylbewerbern bereits Notunterkünfte zur Verfügung gestellt.
Am Mittwoch habe Regierungspräsident Thomas Bauer nochmals alle kreisfreien Städte und Landratsämter gebeten, weitere Notunterkünfte bereitzustellen und der Regierung kurzfristig geeignete Standorte zu benennen. Welche zusätzlichen Unterkünfte genutzt werden könnten, stehe noch nicht fest. Bislang würden bereits 16 Dependancen und Notunterkünfte mit insgesamt 2910 Plätzen genutzt.