Ein Mann hat in der Nacht zum Sonntag (20.03.2022) einen Bahnmitarbeiter in einem Zug attackiert, nachdem er auf das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung hingewiesen wurde. Nun ermittelt die Bundespolizei.

Gegen Mitternacht stiegen ein 55-jähriger Mann und sein 53-jähriger Begleiter am Hauptbahnhof Fürth in eine Regionalbahn ein. Als der Lokführer durch den noch stehenden Zug lief, wurde er auf die beiden Männer aufmerksam, da der 55-Jährige keine Mund-Nasen-Bedeckung getragen haben soll. Auf sein Fehlverhalten angesprochen, soll der alkoholisierte deutsche Staatsangehörige aggressiv geworden sein. Dabei beleidigte und bedrohte er den 48-jährigen Bahnmitarbeiter, so die Bundespolizeiinspektion Nürnberg.

Der 55-jährige Maskenverweigerer stieß den Lokführer durch die offene Tür

Im weiteren Verlauf ergriff der 55-Jährige mit beiden Händen den Hals des 48-Jährigen und stieß ihn durch die offene Zugtür auf den Bahnsteig hinaus. Der Angreifer setzte dem Lokführer nach. Nur mit Mühe konnte der Mann von dem Bahnmitarbeiter auf Abstand gehalten werden, bis dieser sich letztendlich beruhigte. Der Attackierte wurde nicht verletzt und konnte seinen Dienst weiter fortsetzen. Von der Weiterfahrt wurde der Angreifer seitens des Bahnmitarbeiters ausgeschlossen. Eine Streife der Bundespolizei nahm den Sachverhalt vor Ort auf.

Die Bundespolizei leitete Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung, Körperverletzung sowie Beleidigung ein. Dazu kommt noch eine Ordnungswidrigkeitenanzeige nach dem Infektionsschutzgesetz.

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