Mehr Babys nach Corona-Lockdown geboren: In Bayern sind neun Monate nach Beginn des ersten Corona-Lockdowns mehr Babys zur Welt gekommen. Gibt es ihn also, den Corona-Babyboom?

Das Bayerische Landesamt für Statistik gab am Mittwoch (28. Juli 2021) in Fürth bekannt, dass in Bayern neun Monate nach Beginn des ersten Lockdowns mehr Babys geboren wurden. Das konnte "auf Basis von vorläufigen Ergebnissen der Geburtenstatistik bis zum März 2021" festgestellt werden. Im Zeitraum von Dezember 2020 bis Februar 2021 seien insgesamt rund 31 000 Kinder im Freistaat zur Welt gekommen. Das seien 4,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Zwar sei auch in den Vorjahren ein leichter Anstieg der Geburtenzahlen zu beobachten gewesen, der durchschnittliche Zuwachs lag in den vergangenen vier Jahren (2017 bis 2020) aber nur bei etwa 0,6 Prozent pro Jahr.  

Fürth: Landesamt für Statistik gibt bekannt - Mehr Babys nach Corona-Lockdown geboren

"Noch deutlicher fiel der Geburtenzuwachs neun Monate nach den Lockerungen der Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen im Sommer 2020 aus", berichtete die Behörde. Für den März 2021 sei mit rund 11 200 Geburten ein Plus von 7,8 Prozent festgestellt worden. "Das Jahr 2021 hatte damit für den Monat März sogar die höchste jährliche Zuwachsrate der letzten zehn Jahre", heißt es in einer Pressemitteilung.

Das Landesamt will sich allerdings auf die Ursache des Zuwachses nicht festlegen und sieht nicht zwingend einen Zusammenhang mit der Pandemie. Es könne sich auch "um eine Fortsetzung des allgemeinen Trends zu steigenden Geburtenzahlen" handeln.

Auch bundesweit macht sich der Trend bemerkbar: 2020 wurden in Deutschland weniger Kinder geboren, Anfang dieses Jahres waren es deutlich mehr -im März waren es so viele wie seit 20 Jahren nicht mehr. Kommen jetzt die Corona-Babys?