In einem Topspiel mit hohem Unterhaltungsfaktor hat die SpVgg Greuther Fürth einen Rückschlag im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga erlitten. Die Mannschaft von Trainer Stefan Leitl kassierte am Samstag (6. März 2021) beim 1:2 (1:1) gegen Spitzenreiter VfL Bochum ihre erste Niederlage in der Rückrunde. Als Tabellendritter haben die Franken nun fünf Punkte Rückstand auf den Verein aus dem Ruhrpott. Der Hamburger SV kann aber schon mit einem Remis im Montagsspiel gegen Holstein Kiel an Fürth vorbeiziehen.

Der Ärger hielt sich bei Leitl nach der Leistung seines Teams aber in Grenzen. Der Fürther Coach sah ein «sehr gutes Topspiel» mit «klaren Vorteilen» seiner Mannschaft in der ersten Hälfte, nach der Pause sei die Partie ein «bisschen ausgeglichener» gewesen. «Kompliment an meine Jungs, sie haben alles gegeben», resümierte Leitl. Mit einem Sieg gegen Bochum wären die Fürther vorübergehend an die Tabellenspitze geklettert.

Bochum geht nach sieben Minuten in Führung

Anthony Losilla (7. Minute) brachte die gefährlich umschaltenden Bochumer in Führung. Anton Stach (18.) glich für die anschließend druckvolleren Fürther aus. Nach einem Foul von Abdourahmane Barry an Danny Blum verwandelte Robert Zulj (61.) dann den Strafstoß sicher. Es war das zwölfte Saisontor für den langjährigen Fürther.

Der Unterhaltungsfaktor war hoch. Gleich nach 24 Sekunden jubelten die Bochumer durch Blum über ein Tor - das allerdings wegen Abseits nicht gegeben wurde. Auch der Fürther Havard Nielsen (21.) konnte sich aus demselben Grund nicht über einen Treffer freuen. Den besseren Start erwischten die Gäste. Der von Thomas Eisfeld im Strafraum freigespielte Losilla zirkelte den Ball mit Links herrlich ins Tor von Keeper Sascha Burchert.

Die Fürther hielten dagegen. Viel ging über die linke Seite mit Dampfmacher David Raum. Mit einem trockenen und fast ansatzlosen Schuss aus rund 18 Metern markierte Stach gegen einen sichtlich verdutzten VfL-Schlussmann Manuel Riemann den Ausgleich.

Franken setzten sich nicht entscheiden durch

Die Franken waren nun am Drücker. Nielsen (23.) und vor allem Kapitän Branimir Hrgota (37.) nach einem schönen Doppelpass mit Raum trafen vor der Pause aber nicht. «Stefan wird sich vielleicht ein bisschen grämen, dass sie nicht 2:1 in Führung gehen und uns im Spiel lassen», meinte Bochums Coach Thomas Reis über Leitls Fürther.

Wieder kam der VfL besser aus der Kabine. Die Bochumer entfachten mehr Druck und gingen erneut in Führung. Nach einem Foul von Abdourahmane Barry an Blum, der über Links immer wieder entwischte, verwandelte Zulj den Strafstoß sicher.

In einer immer hektischeren Partie drängten die Gastgeber zwar auf den Ausgleich, konnten sich aber nicht mehr entscheidend durchsetzen. Die Bochumer verteidigten clever und durften mit dem verdienten Auswärtssieg abreisen.