Laut Polizeiangaben hat eine Anwohnerin der Leibnizstraße gegen 03 Uhr morgens die Streife gerufen. Vor ihrer Tür randaliere eine junge Frau, die sogar mit dem Messer auf das Türblatt eingestochen habe. Beim Eintreffen der Beamten hatte sich die Täterin zwar entfernt, allerdings war ihr Aufenthaltsort schnell ermittelt: sie hielt sich in der Nachbarschaft auf.

Bei der Personalienfeststellung beleidigte das Mädchen (inzwischen stand fest, dass es 12 Jahre alt ist) die eingesetzten Beamten in unflätigster Weise. Letztlich konnte man es nur unter Anwendung unmittelbaren Zwanges ruhig stellen. Eine Beamtin wurde durch Tritte verletzt, blieb aber weiterhin dienstfähig. Im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass die 12-Jährige zur Ingewahrsamnahme ausgeschrieben war.

In die Sachbearbeitung mischte sich ein 18-Jähriger ein, der offenbar mit dem Mädchen bekannt war. Auch er beleidigte die Beamten und bespuckte sie.
Bei der Feststellung seiner Personalien leistete er ebenfalls erheblichen Widerstand, der nur durch Anwendung unmittelbaren Zwanges unterbunden werden konnte. Die anschließende Überprüfung ergab, dass gegen ihn ein Haftbefehl bestand.

Beide Beteiligten wurden zur Dienststelle gebracht und nach Abschluss der vorläufigen Ermittlungen abgeliefert: die 12-Jährige in einem Jugendheim, der 18-Jährige in einer Justizvollzugsanstalt. Er wurde zusätzlich u.a. wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte angezeigt. pol