Erdkabel sollten "dort ermöglicht werden, wo Bevölkerung und Landschaftsbild besonders beeinträchtigt werden", sagte der CSU-Politiker der "Passauer Neuen Presse" (Samstag). "Das wäre zwar deutlich teurer. Aber die Kosten sollten tragbar sein, wenn man die Kabel lediglich in der Nähe von Siedlungsgebieten unter der Erde verlegen würde."

Gegen die geplante Nord-Süd-Stromtrasse, die in Bayern durch Franken nach Augsburg verläuft, gibt es vielerorts heftigen Widerstand. Ministerpräsident und CSU-Chef Horst Seehofer fordert deshalb vor der bayerischen Kommunalwahl im März einen Planungsstopp. Friedrich sagte: "Man kann den Leitungsbau nicht gegen, sondern nur gemeinsam mit den Bürgern und Kommunalpolitikern organisieren. Niemand hat so eine Leitung gerne direkt vor der Haustür." Die CSU stehe zur Energiewende, kämpfe aber für eine bürger- und umweltfreundliche Umsetzung.