Auf den heißesten Tag der Woche folgen Gewitter: Eine nahende Kaltfront verspricht ab Freitag (5. August 2022) endlich etwas Abkühlung.

Schon am Abend soll die ersehnte Erfrischung allerdings in ein ungemütliches Unwetter umschlagen. Das sagt der fränkische Wetterexperte Stefan Ochs voraus. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab für zahlreiche Regionen in Franken und Bayern Hitzewarnungen heraus. Im Laufe des Tages wird der Wind stärker, bis am Abend Schauer und Gewitter mit Starkregen und schweren Sturmböen über Bayern ziehen sollen, warnt auch der DWD.

Wetter in Franken: Gewitter nahen - Trockenheit trotzdem ein Problem

Dennoch wird sich an der Trockenheit in weiten Teilen des Freistaats vorerst nicht viel ändern: "Das ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, weil es gerade in Franken nicht flächendeckend regnen wird", sagte ein Meteorologe des DWD. Das bestätigt auch der "Wetterochs": Die Schauer begrenzen sich nur auf einzelne fränkische Regionen, wo es zudem "hier und dort mal blitzt und donnert". "Wenn man mit dem Fahrrad herumfährt und sich so umsieht, fallen in Wald und Flur doch schon einige Pflanzen mit Trockenschäden auf", gibt der Experte zu bedenken. Er rät Gartenbesitzern deshalb, Bäume und Sträucher im Auge zu behalten und ordentlich zu wässern.

In der Nacht zum Samstag gehen die Schauer und Gewitter dann in eher großflächigere Regengebiete über, "da steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man mal ein bisschen Regen abbekommt", lautet die Prognose des DWD-Sprechers. Gerade im unter Trockenheit leidenden Franken ziehe der Regen aber sehr schnell weiter, "und dann kommt nichts mehr nach".

Am Samstag gibt es eine kleine Zweiteilung beim Wetter: Die Kaltfront liegt noch über dem Süden Bayerns, weshalb die Alpen und das Alpenvorland sowie Niederbayern noch einzelne Schauer und Gewitter abbekommen werden. "Insgesamt ist es dort auch eher bewölkt. Im Norden Bayerns ist es am Samstag dagegen schon wieder überwiegend freundlich", prognostiziert der Meteorologe. Mit 21 bis 27 Grad werde es aber kühler als zuletzt.

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Zum Wochenanfang dann wird sich wohl erneut Hochdruckeinfluss durchsetzen. "Aber zumindest in der ersten Wochenhälfte wird es nicht schon wieder so heiß", betonte der DWD-Fachmann. Die 30-Grad-Grenze werde nur in Teilen Frankens angekratzt. Das Sommerwetter sei zwar für die Schüler in den Ferien angenehm, aber mit Blick auf Trockenheit und Waldbrandgefahr sei der fehlende flächendeckende Regen ein Nachteil, so der Meteorologe.

Die Höchsttemperaturen klettern von 29 Grad am Montag auf 32 Grad am Mittwoch und in der zweiten Wochenhälfte könnte es dann auch wieder sehr heiß werden mit mehr als 35 Grad. Ab Mittwoch sind einzelne Wärmegewitter zumindest nicht mehr ganz ausgeschlossen.

Ansonsten bleibt es niederschlagsfrei. Am stärksten kühlt es in der Nacht zum Sonntag ab, mit Mindestwerten nahe 12 Grad. Danach werden die Nächte wieder wärmer, mit Tiefstwerten von rund 15 Grad in der nächsten Woche.

Kein dauerhafter Regen in Sicht: "Prognosen für August sind düster"

Es ist und bleibt insgesamt trocken. Zu trocken. Nicht nur in Franken, sondern in ganz Deutschland. Meteorologe Dominik Jung spricht von "düsteren Prognosen": "Was wir bräuchten, wäre Landregen, ergiebig und lange anhaltend, am besten über Wochen schön verteilt. Doch die neusten Prognosen sind düster. Da kommt bis Monatsmitte kaum etwas vom Himmel. Die erste Augusthälfte ist geprägt von einer schweren Dürre. Weiterhin blockiert ein stabiles Hoch auf dem Atlantik sämtliche Regentiefs", erklärt er.

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Laut Jung waren der Juni und der Juli 2 bis 3 Grad zu warm. Der August soll ähnlich aussehen: "Wir erleben einen sehr warmen Sommer, um nicht zu sagen einen Hitzesommer", so Jung weiter. Die globale Erderwärmung mache sich im Sommer mehr und mehr bemerkbar. Immer öfter werden wir Spitzentemperaturen um die 40 Grad erleben. Ähnliche Temperaturen habe es nach Jung schon in den 80er gegeben, "aber gerade ein einziges Mal". Jetzt werden derartige Ausreißer immer häufiger.

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