Schwere Unwetter in FrankenIn der Nacht von Freitag (20. Mai 2022) auf Samstag (21. Mai 2022) zogen Starkregen und heftige Sturmböen durch Franken. In Heroldsberg im Kreis Erlangen-Höchstadt wurde ein Fußballplatz in Mitleidenschaft gezogen, wie News5 berichtet. Währenddessen wurde Schwabach von einer Windhose heimgesucht - umgestürzte Bäume, überflutete Straßen und Keller waren die Bilanz. 

In der Rothenburger Straße in Nürnberg verstopfte ein Gulli aufgrund des Starkregens, weshalb kein Wasser mehr ablaufen konnte. Die eigentlich viel befahrene Straße war überschwemmt. Die Feuerwehr musste anrücken. In Wilhelmshof im Landkreis Neustadt an der Aisch - Bad Windsheim sind ebenfalls mehrere Bäume auf eine Straße gestürzt und haben den Verkehr unterbrochen. 

Schwere Unwetter in Franken: Feuerwehren haben alle Hände voll zu tun

Rainer Weiskirchen, Pressesprecher der Feuerwehren im Landkreis Neustadt an der Aisch - Bad Windsheim, erklärt gegenüber News5: "Es kam zu Starkregen und orkanartigen Windböen - Schwerpunkt der Einsätze war die Gegend um die Gemeinde Sugenheim im Ehegrund. Da sind eine ganze Menge Einsätze aufgelaufen. Ebenso im Kreis Neustadt an der Aisch - Bad Windsheim. Bis jetzt kam es im Landkreis nur zu Sachschäden - es gab eine große Anzahl an Einsätzen aber, Gott sei Dank, nur Sachschäden bis jetzt."

Weiterhin appelliert er: "Wir sollten die entsprechenden Warnhinweise der Wetterdienste ernst nehmen und Waldstücke auf alle Fälle meiden."

Im Landkreis Erlangen-Höchstadt krachte ein Baum auf ein Auto. Glücklicherweise kam es auch hier "nur" zu einem Sachschaden - der Fahrer des Autos wurde nicht verletzt und die Feuerwehr konnte den Baum beseitigen, wie News5 berichtet. Auch die Deutsche Bahn berichtet von zahlreichen umgestürzten Bäumen im Gleis, weshalb es im Bahnverkehr im Großraum Nürnberg zu erheblichen Einschränkungen gekommen ist. 

Nürnberg, Fürth und Erlangen: Zahlreiche Keller voll gelaufen - Bäume auf Stromleitung gekracht

Wie die Berufsfeuerwehr Nürnberg berichtet, kam es bereits am Freitagabend seit 18.00 Uhr zu zahlreichen Einsätzen in den Städten Nürnberg, Fürth, Erlangen sowie in den Landkreisen Nürnberger Land, Fürth und Erlangen-Höchstadt. Bis 23.30 Uhr wurden 369 Einsätze abgearbeitet. Zahlreiche Keller liefen aufgrund es Starkregens voll, Bahnstrecken mussten wegen umgestürzter Bäume gesperrt werden. "Die Aufräumarbeiten werden sich hier bis zum Samstagmorgen hinziehen", heißt es seitens der Feuerwehr. 

In Nürnberg Wetzendorf fielen Bäume zudem in eine Stromleitung, Diese wurde vom Störungsdienst der N-Ergie stromlos geschaltet, um den Bau entfernen zu können. 

Im Kreis Roth ist am Brombachsee eine Hütte eingestürzt, während mehrere Urlauber dort Schutz suchten. 14 Menschen wurden teils schwer verletzt.