Schutz vor Hitze: Diese fränkischen Städte fallen negativ auf
Autor: Agentur dpa
Franken, Dienstag, 09. Juni 2026
Wenn es um Schutzmaßnahmen vor sommerlicher Hitze in Bayern geht, liegen laut einer Studie auffällig viele fränkische Städte im roten Bereich.
Die nächste Hitzewelle steht zweifellos bevor. Da Perioden mit extrem hohen Temperaturen auch in Bayern häufiger werden, drängen Gesundheits- und Umweltorganisationen auf wesentlich mehr Schutzmaßnahmen für die Bevölkerung und die Städte. Der Anlass hierfür ist der bundesweite Hitzeaktionstag am 11. Juni.
Nach einer Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) mangelt es in bayerischen Städten erheblich an Schutzmaßnahmen gegen sommerliche Hitze. Beim "Hitze-Check 2026" erreichte keine der 17 untersuchten bayerischen Kommunen mit mehr als 50.000 Einwohnern eine positive "grüne" Gesamtbewertung. Einige fränkische Städte liegen sogar im roten Bereich.
Bamberg, Nürnberg und mehr: Städte nicht gut für Hitze gestaltet
In der DUH-Studie wurden auch die Beschattung durch Bäume oder andere hohe Vegetation sowie die Versiegelung von Flächen betrachtet. München schnitt in beiden Bereichen bayernweit am besten ab. Dennoch kommt auch die Landeshauptstadt nicht an die beiden einzigen Städte mit grüner Gesamtwertung heran: Kiel in Schleswig-Holstein und Wuppertal in Nordrhein-Westfalen. Untersucht wurden alle 195 deutschen Städte, die mehr als 50.000 Einwohner haben.
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Sieben bayerische Städte erhielten eine rote Gesamtwertung: Neu-Ulm, Fürth, Nürnberg, Rosenheim, Aschaffenburg, Bamberg und Schweinfurt. Diese Kommunen weisen laut der Analyse in mindestens zwei der drei Hauptkategorien - Baumschatten, Versiegelungstrend und Hitzebetroffenheit - unzureichende Werte auf.
Gelbe und rote Einstufungen dominieren das Bild im Süden, wie die Daten der Organisation zeigen. Gleichzeitig findet sich aber auch keine bayerische Stadt unter den bundesweiten Schlusslichtern. Vor allem Neu-Ulm fiel negativ auf. Die Stadt hat beim Zuwachs der Versiegelung mit einem Plus von 1,48 Prozent eine der höchsten Versiegelungsraten der gesamten Studie. Zudem liegt sie beim Baumschatten im Bayernvergleich am Schluss.
Diese deutsche Stadt hat den größten Nachholbedarf
Trotz der insgesamt mäßigen Ergebnisse in Bayern gibt es etwa bei der direkten Hitzebelastung der Bevölkerung einzelne positive Beispiele. Passau erzielt hier mit einem Wert von 13,84 das beste Ergebnis in Bayern und verfehlte eine grüne Einzelbewertung in dieser Kategorie nur knapp.
Obwohl Bayern keine einzige grün bewertete Stadt vorweisen kann, stehen die Kommunen im Freistaat besser da als die absoluten Schlusslichter der Untersuchung, die in Baden-Württemberg liegen. Die Stadt Offenburg steht mit einem Beschirmungsgrad - also Beschattung etwa durch Bäume - von nur 12,78 Prozent bundesweit am Ende der Tabelle.