Bereits am Freitag (23. Oktober 2020) hat die Polizei im Rahmen einer bayernweiten Aktion vermehrt den öffentlichen Personennahverkehr und stark frequentierte Plätze hinsichtlich der Maskenpflicht unter die Lupe genommen. Wie das Innenministerium am Montag (26.10.2020) mitteilte, haben die Beamten dabei 1820 Verstöße festgestellt.

"Auch wenn die weit überwiegende Mehrheit vorbildlich ist, sind immer noch viel zu viele Maskenmuffel unterwegs", sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Die bayerische Polizei werde deshalb ihre verstärkten Maskenkontrollen bis auf weiteres fortsetzen.

1820 Verstöße bei Kontrolle der Maskenpflicht in Bayern

Am Freitag hatten rund 2000 Beamte schwerpunktmäßig kontrolliert, ob die Bevölkerung ihrer Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes etwa im öffentlichen Nahverkehr oder - in Gegenden mit zahlreichen Corona-Fällen - auf öffentlichen Plätzen nachkommt. Bei einer ähnlichen Kontrollaktion im Frühjahr waren noch 3000 Verstöße aufgefallen.

Die Maskenmuffel wurden entweder bei der zuständigen Kreisverwaltung angezeigt, erhielten ein Bußgeld von bis zu 250 Euro oder - in milderen Fällen - eine Verwarnung. In neun Fällen war der Verdacht aufgekommen, dass Menschen auf die Maske auf der Grundlage eines ärztlichen Attestes verzichteten, das gefälscht gewesen sein könnte.

Herrmann verwies auf die aktuelle Entwicklung des Infektionsgeschehens, die "zur größten Sorge Anlass gibt". Die Gefahr, sich und andere mit dem hochgefährlichen Coronavirus zu infizieren, steige rapide an. "Da reichen schon Einzelne, die keine Maske tragen, um eine Riesen-Infektionswelle loszutreten", warnte der Innenminister. Die Maskenpflicht müsse zu 100 Prozent eingehalten werden.

Positive Bilanz aus Franken

In Unterfranken hat sich gezeigt, dass die überwiegende Mehrheit der Menschen sich an die Maskenpflicht hält. Viele würden die Polizeikontrollen sogar begrüßen, so das Fazit des Polizeipräsidiums Unterfranken. 

Dennoch ahndeten die Beamten 410 Verstöße gegen die Maskenpflicht. Im Rückblick auf diese und die letzte Schwerpunktaktion im August zieht das Polizeipräsidium Unterfranken eine insgesamt positive Bilanz. Generell wird die Maskentragepflicht im unterfränkischen öffentlichen Personennahverkehr konsequent von der Bevölkerung beachtet und umgesetzt.

Auch in Oberfranken fällt die Bilanz der Polizei positiv aus, besonders im öffentlichen Nahverkehr. Wie das Polizeipräsidium Oberfranken berichtet, gab es in Bus und Bahn nur 96 Verstöße zu beanstanden. Auch die Fahrer der Busse und Bahnen in der Region bestätigten auf Nachfrage der Polizei, dass es bei den Fahrgästen keine Probleme mit der Einhaltung der Maskenpflicht gebe.

Auf öffentlichen Plätzen mussten die Beamten dagegen 335 Verstöße feststellen. In Bayreuth oder Coburg gilt zum Beispiel wegen der steigenden Infektionszahlen auf belebten Plätzen Maskenpflicht - in vielen Fällen wussten die Passanten jedoch nichts von der neuen Regelung und setzten unverzüglich ihren Mundschutz auf, als die Beamten sie darauf hinwiesen. Insgesamt sei die Akzeptanz der Maskenpflicht in Oberfranken sehr hoch.