Die Energiesparmaßnahmen bei den Schwimmbädern und Saunen in Franken werden voraussichtlich auch im Herbst und Winter für Einschränkungen sorgen. Mehrere Kommunen und kommunale Betreiber in Bayern wollen weiterhin sparen - und die Maßnahmen sogar verschärfen. 

Die Stadt Nürnberg hatten erst vor wenigen Tagen mitgeteilt, dass in den vier Hallenbädern der Stadt die Wasser- und Außentemperaturen jeweils um zwei Grad reduziert werden. Etwa ein Viertel des durchschnittlichen Energieverbrauchs der Bäder soll so eingespart werden. Auch ein Teil der Saunen bleibt geschlossen.

Nürnberg verschärft Maßnahmen - Würzburg wartet ab

In Würzburg soll das Schwimmbad "Nautiland" so lange geöffnet bleiben, bis die Notfallstufe ausgerufen wird oder die Bundesregierung entsprechende Vorgaben erlässt. Es sei sehr wichtig, vor allem den Schulen und Vereinen eine Schwimmmöglichkeit zu bieten, betonte Sprecherin Susanna Blum. Die Temperaturen seien aber um bis zu zwei Grad abgesenkt. "Eine weitere Temperatursenkung ist nicht vorgesehen", sagte sie. Auch die Saunalandschaft und die Würzburger Eisbahn würden nach heutigem Stand im Winter geöffnet bleiben beziehungsweise dann geöffnet.

Auch in weiteren Städten und Gemeinden Bayerns sind Einschränkungen geplant. In München soll das beliebte Dantebad im Winter zu bleiben - das Freibad bietet normalerweise auch in der kalten Jahreszeit geheizte Becken. Auch die Saunen in der Landeshauptstadt bleiben zu. Augsburg will die beliebte Sauna im historischen Stadtbad in den kommenden Monaten zu lassen. Zu den Schwimmbädern gebe es aber bisher noch keine Pläne, heißt es aus der Stadt. 

Der Bayerische Heilbäder-Verband hatte kürzlich kritisiert, dass die Bundesnetzagentur Thermalbäder als Freizeiteinrichtungen eingestuft habe. Folge wäre, dass bei einer Gasmangellage die Thermen nicht mehr mit Gas versorgt würden und komplett schließen müssten. Der Verband verlangt hier Änderungen. «Thermen sind keine Spaßbäder, sondern ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsprävention», sagte Verbandschef Peter Berek, CSU-Landrat im oberfränkischen Wunsiedel.

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