Winzern in fünf Weinanbaugebieten ist es gelungen, den ersten Eiswein dieses Winterhalbjahrs in die Kelter zu bringen. In einer klaren Vollmondnacht seien gefrorene Trauben an der Nahe, in Rheinhessen, in der Pfalz, in Franken und im Rheingau gelesen worden, teilte das Deutsche Weininstitut (DWI) am Montag (30.11.2020) mit.

Beste Voraussetzungen für die Eisweinlese gab es in Franken, wo am Montagmorgen Temperaturen von minus zwölf Grad Celsius gemessen wurden. Im vergangenen Winterhalbjahr gelang dies nur wenigen Winzern und zumeist erst im Januar oder Februar.

Beste Voraussetzung für hochwertigen Riesling

Der vergleichsweise frühe Zeitpunkt für eine Eisweinlese sei sehr förderlich für die Weinqualität, erklärte DWI-Sprecher Ernst Büscher. "Die Trauben sind noch sehr gesund." Von daher gebe es beste Voraussetzungen für qualitativ hochwertige Eisweine. Geerntet wurden überwiegend Trauben der relativ spät reifenden Rebsorte Riesling.

Eisweine gelten als Krönung eines Weinjahrgangs, weil die aromatischen Inhaltsstoffe der Beeren durch das Gefrieren konzentriert werden. Bei einer Eisweinlese müssen die Trauben durchgefroren sein. Dazu braucht es mindestens minus sieben Grad Kälte über mehrere Stunden. Das gefrorene Wasser in den Beeren verbleibt in der Weinpresse. «Von der Kelter tropft der Saft dann zuckersüß wie Honig», erklärt das DWI.

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