• Bereits seit 2003 verbreitet sich die Blaue Holzbiene in Süddeutschland
  • Das Insekt hat einen hummelartigen Körperbau
  • Die Blaue Holzbiene ist völlig ungefährlich
  • Sie bleibt meist an dem Ort, an dem sie geschlüpft ist

Seit 2003 verbreitet sich vor allem im Süden Deutschlands die Blaue Holzbiene, in der Wissenschaft auch Xylocopa violacea genannt. Gerade durch den Klimawandel ist sie aber in den letzten Jahren auch in ganz Deutschland immer präsenter. War sie lange nur im Südwesten Deutschlands anzutreffen, reicht ihr größtenteils geschlossenes Verbreitungsgebiet mittlerweile bis nach Osnabrück–Hannover und Berlin. In einigen Gebieten hat sie sich sogar bis nach Südschweden vorgewagt. Die einzige Ausnahme: Größere Höhenlagen und weitere Waldareale werden von ihr ausgespart.

Blaue Holzbiene: Keine Angst vor dem hummelartigen Brummer

Verglichen mit der Honigbiene unterscheidet sich die Blaue Holzbiene nicht nur im Aussehen. Mit ihrer Körperlänge von bis zu 28 Millimetern zählen Holzbienen zu den größten Vertretern der Bienen. Außerdem sind sie auch wegen des hummelartigen Körperbaus, der schwarzen Behaarung und der schwärzlichen, violett irisierenden Flügel einfach von anderen Bienen-Arten zu unterscheiden. Andere Xylocopa-Arten, die vor allem in Südeuropa vorkommen, weisen auf Brust und am Hinterleib gelbe Haare auf. Anders als die Honigbiene bildet die Holzbiene keinen Staat. Stattdessen lebt sie bevorzugt alleine. Und auch wenn man bei einem großen schwarzen Insekt vielleicht eine andere Assoziation hat, ist die Holzbiene völlig harmlos. Nur wenn sie wiederholt bis aufs Äußerste bedrängt wird, sticht sie.

Entdecken Sie die schönsten Insektenhotels

Die Holzbiene heißt so wegen ihrer besonderen Angewohnheit: Sie bohrt nämlich bevorzugt kleine Höhlen in morsches Holz, um dort ihren Nachwuchs aufzuziehen. Die Kauwerkzeuge der Blauen Holzbiene sind dabei so kräftig, dass sie Sägemehl produziert, wenn sie sich in das Holz hineinbohrt. Das passiert in stundenlanger Intensiv-Arbeit mit den starken Kiefern. Dadurch entstehen bis zu 30 Zentimeter lange Gänge. Dort legt die Holzbiene dann auch Nistzellen an, wo sie eine zähe Pollenmasse als Proviant für ihren Nachwuchs gemeinsam mit einem Ei ablegt. Die Larven wachsen in den Holzgängen schnell heran und verpuppen sich. So gibt es bereits zum Juli schon die nächste Bienengeneration.

Die Holzbiene gehört zu den langzüngigen Bienen. Daher findet man sie vor allem an Schmetterlings-, Korb- und Lippenblütlern. Um an Nahrung zu kommen, greift die Holzbiene auf einen besonderen Trick zurück. Kommt sie trotz ihrer langen Zunge nicht an den Nektar einer tiefen Blüte, knabbert sie ein Loch in die Blütenwand. So kann es passieren, dass sie nicht mit den Pollen der Pflanze in Berührung kommt. Damit nimmt sie den Nektar, ohne die Blüte zu bestäuben.

So geht's: Die blaue Holzbiene im eigenen Garten halten

Die Blaue Holzbiene ist erfahrungsgemäß sehr standorttreu. Meistens bleiben sie an dem Ort, an dem sie geschlüpft sind. Manchmal errichten sie ihre eigene Höhle sogar in demselben Holz, in dem sie geboren wurden.

Möchte man die Blaue Holzbiene in seinem Garten behalten, sollte man davon absehen „Totholz“ direkt loszuwerden oder zu verbrennen. So behält die Holzbiene ihren Lebensraum.

Oder aber man errichtet ein Insektenhotel. Versteckt man dieses an einer unauffälligen Stelle im Garten, freuen sich die Holzbienen ebenso darüber.

Artikel enthält Affiliate Links

*Hinweis: In der Redaktion sind wir immer auf der Suche nach tollen Angeboten und nützlichen Produkten für unsere Leser - nach Dingen, die uns selbst begeistern und Schnäppchen, die zu gut sind, um sie links liegenzulassen. Es handelt sich bei den in diesem Artikel bereitgestellten und mit einem Einkaufswagen-Symbol beziehungsweise einem Sternchen gekennzeichneten Links um sogenannte Affiliate-Links/Werbelinks. Wenn Sie auf einen dieser Links klicken und darüber einkaufen, bekommen wir eine Provision vom Händler. Für Sie ändert sich dadurch nichts am Preis. Unsere redaktionelle Berichterstattung ist grundsätzlich unabhängig vom Bestehen oder der Höhe einer Provision.