Der Tourismus in Franken ist in der Corona-Krise stark eingebrochen. Verzeichnete die Region im vergangenen Jahr laut Tourismusverband Franken noch 25,3 Millionen Übernachtungen, könnten es heuer nur etwa halb so viele sein. «Grundsätzlich ist in allen 16 fränkischen Tourismusgebieten ein Rückgang bei den Übernachtungszahlen zu verzeichnen», sagte Geschäftsführerin Angelika Schäffer. «Insofern kann man nicht sagen, dass von der Corona-Krise profitiert wurde.»

Dieses Jahr registrierte der Tourismusverband bis Ende September elf Millionen Übernachtungen in Franken - ein Minus von 37,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Besonders hart traf es demnach die Städte Nürnberg, Fürth, Erlangen und Schwabach, wo die Zahl der Übernachtungen in dem Zeitraum sogar um 50,8 Prozent zurückging. Ebenfalls betroffen ist die Stadt Kronach. Diese will aber nun die ersten Schritte für den Erhalt der Branche einleiten. 

Die Branche hat wegen Corona schwer zu kämpfen

Es seien kaum Touristen aus dem Ausland gekommen, hinzu komme die Absage von Messen, Kongressen und Veranstaltungen, erklärte Schäffer. «Neben den Städten sind durch die relativ späte Öffnung der Thermen die Kurorte und Heilbäder stark betroffen.» Für viele ist die Lage, was Auslandsreisen angeht, derzeit nicht klar. Auch hier sind unterschiedliche Regelungen in Kraft gesetzt worden. 

Im Sommer seien zwar «ein paar mehr Tagesausflügler» nach Franken gekommen. «In Ramsberg am Brombachsee zum Beispiel war der Parkplatz bei schönem Wetter voll», berichtete die Geschäftsführerin des Tourismusverbands Franken. «Aber schon beim nächsten Strandabschnitt, der vielleicht nicht so bekannt ist, war noch einiges frei.» Ziel sei es nun, die Aufmerksamkeit der Urlauber auch auf weniger bekannte Ausflugsziele in Franken zu lenken. Dennoch ist auch für Anwohner die Lage derzeit schwer. Aufgrund der neuen Auflagen, die seit Dezember gelten, sind strikte Regeln zu befolgen.