Explodierende Dieselpreise und ausbleibende staatlicher Hilfen: Bayerns Busunternehmen wollen das nicht länger hinnehmen. Der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen (LBO) hat für Freitag (13.05.2022) einen landesweiten Streik angekündigt.

An diesem Tag soll der Verkehr in vielen Landkreisen von Betriebsbeginn bis 9 Uhr morgens ausfallen, verkündete der LBO in einer Pressemitteilung. Im Linien- und Schülerverkehr wird es in dieser Zeit in vielen Teilen Bayerns zu Beeinträchtigungen kommen.

Busfahrerstreik in Bayern: Liste der betroffenen Regionen in Mittel- und Oberfranken

An dem Streik beteiligen sich zahlreiche mittelständische Busunternehmen aus Bayern. Auch die Regierungsbezirke Mittel- und Oberfranken sind von dem Streik betroffen. Welche Orte und Buslinien genau betroffen sind, hat der LBO in einer Liste zusammengestellt, die laufend aktualisiert wird.

Mittelfranken

  • Rohr (Busunternehmen Koch) - Linie 673 Rohr-Schwabach und Rohr-Regelsbach von 05:54 Uhr bis 08:20 Uhr

Oberfranken

  • Viereth (Busunternehmen Basel) - Linie 952: 5.14h ab Eltmann, 6.26h ab Staffelbach, 7.46h ab Eltmann, 8.39h ab Eltmann, 8.30h ab Bamberg; Linie 995: 5.50h ab Trunstadt, 6.25h ab Bamberg, 7.25h ab Bamberg, 8.04h ab Trunstadt
  • Heinersreuth (Habo-Reisen) - OVF: Linie 3670-001, Linie 3708- 001 und 002
  • Bamberg / Stegaurach (MMHennemann KG & Fa. Metzner) - Linie 970 Tiefenellern – Litzendorf – Bamberg, Linie 972 Tiefenellern – Litzendorf – Scheßlitz, Linie 994 Priesendorf - Bamberg

Darum streiken die Busfahrer in Bayern am Freitag

Mit dem bayernweiten Streik wollen die Busunternehmen auf ihre Lage im Zuge der Energiekrise aufmerksam machen. Die "exorbitant hohen Dieselpreise" und die ausbleibenden finanziellen Hilfen zum Ausgleich pandemiebedingter Fahrgeldausfälle sind zwei wichtige Gründe für die Busfahrer, um auf die Straße zu gehen. Außerdem protestieren sie gegen das 9-Euro-Ticket. Dessen staatliche Finanzierung sei nicht abgesichert und drohe nun, auf dem Rücken der Verkehrsbetriebe zu landen.

"Es ist ein Hilfeschrei der Unternehmen, um zu zeigen, was ohne finanzielle Unterstützung eintreten wird: Die Schüler kommen morgens nicht in die Schule und Berufstätige nicht zu ihrem Arbeitsplatz. Wir können die Grundversorgung der Bevölkerung im Nah- und Schülerverkehr nur garantieren, wenn wir auch mit den notwendigen Finanzmitteln ausgestattet werden“, erklärt LBO-Präsidentin Sandra Bayerle-Schnarrenberger.

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