Innerhalb weniger Tage haben ehrenamtliche Einsatzkräfte des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) Forchheim auf Anforderung des Landratsamts Forchheim an zwei Tagen kurzfristig eine mobile Corona-Teststelle gestellt und betrieben. Nachdem am vergangenen Donnerstag der erste Einsatz am Forchheimer Kellerwald stattgefunden hatte, erfolgte der zweite Einsatz am Montag in Ebermannstadt. Insgesamt wurden an den beiden mobilen Teststellen rund 750 Testungen vorgenommen. Kathrin Schürr, Pressesprecherin am Landratsamt Forchheim, teilt auf FT-Nachfrage mit: Am Montag seien zwei Klassen des Gymnasiums Fränkische Schweiz Ebermannstadt auf das Coronavirus getestet worden, weil es dort zuvor einen bestätigten Fall gegeben hatte. Weil die mobile Teststation des BRK zur Verfügung stand, konnten die Schüler direkt in Ebermannstadt getestet werden.

Das Konzept der mobilen Teststellen wurde in den Sommermonaten bayernweit etabliert. Ziel ist es, im Rahmen der ständig einsatzbereiten Schnelleinsatzgruppen des BRK auch die Möglichkeit zu haben, mit einer mobilen Teststation die Gesundheitsämter bei größeren Testreihen unterstützen zu können. In der BRK-Bereitschaft Forchheim wurde dafür die Schnelleinsatzgruppe "Behandlung" entsprechend ausgerüstet und geschult, was Helfer und deren Ausbilder gerade in Zeiten der Pandemie mit bestehenden Kontaktbeschränkungen vor zusätzliche Herausforderungen stellte.

Wenig Zeit für Vorbereitung

Dass sie bestens vorbereitet sind, das hätten die Kräfte des BRK laut Pressemitteilung bei beiden Einsätzen unter Beweis gestellt. "Eine tolle Teamleistung", lautet das Fazit des stellvertretenden Kreisbereitschaftsleiters Michael Fees, was der BRK-Katastrophenschutzbeauftragte Raimund Schulik nach den Einsätzen bestätigt. Die Verantwortlichen sind zufrieden und stolz auf die Mannschaft, die sich aus den Bereitschaften und der Wasserwacht im BRK-Kreisverband Forchheim zusammensetzte - insbesondere, da zwischen der Anforderung durch das Landratsamt und der geplanten Testreihe nur wenig Zeit für Vorbereitungen bleibt.

Enge Zusammenarbeit

Eine enge Zusammenarbeit mit den Behörden sowie innerhalb der Hilfsorganisationen sei dabei unerlässlich, um die logistischen Aufgaben zu bewältigen. Um solche kurzfristigen Einsätze möglich zu machen, sind die ehrenamtlichen Einsatzkräfte außerdem auf die Unterstützung ihrer Arbeitgeber angewiesen.

Aus den Erfahrungen bei den beiden Einsätzen der mobilen Teststelle hätten die Helfer gemeinsam mit den Leitungs- und Führungskräften direkt Verbesserungen erarbeitet und umgesetzt. Im Rahmen der Nachbereitung wurden Abläufe optimiert, Material ergänzt und aufgefüllt sowie die Fahrzeuge wieder einsatzbereit gemacht. Die BRK sei somit vorbereitet auf weitere Anforderungen der mobilen Teststelle.