Moritz ist kein Einzelfall. Von den derzeit 25 Katzen, die im Forchheimer Tierheim leben, sind acht Fundtiere. Trotzdem seien 25 Katzen keine besonders große Zahl, weiß Tierpflegerin Andrea John. Vor einigen Jahren hätten sie einmal ihren Höchststand von 60 Katzen erreicht. Die Situation im Tierheim hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert.
Die Zahl der Abgabe- und Fundtiere ist zurückgegangen - auch in der Ferienzeit, sagt Andrea John.
Das Tierheim trägt zu diesen positiven Entwicklung bei: Es bietet Tierhaltern die Möglichkeit, ihre Vierbeiner während des Urlaubs unterzubringen.
Allerdings sollte man sich dort rechtzeitig melden, denn es gibt nur wenige Plätze. Zu beachten ist auch, dass dringende Notfälle, wie zum Beispiel Fundtiere ohne Zuhause, immer Vorzug haben.
Trotz dieses Angebots werden viele Tiere einfach ausgesetzt.
Ein besonders beliebter Ort zum "Loswerden" der Tiere, scheint das Regnitztal zu sein. Dort werden regelmäßig Katzen gefunden. "Die Leute müssen mehr Verantwortung übernehmen und bedenken, was später einmal ist", meint John, "sie müssen mehr Herz für Tiere zeigen."


Tiere registrieren lassen

Wenn ein Tier gefunden wurde, kann es schwierig werden den Besitzer zu finden. Bei Tieren, die bereits durch Chip oder Tätowierung registriert sind, kann der Halter meist ausfindig gemacht werden. Jedoch sind nur wenige der Fundtiere registriert. Deshalb rät Andrea John Besitzern ihre Lieblinge registrieren zu lassen, um sie im Notfall schneller wiederzufinden.