Glimpflich ging der Brand eines Wohnmobils in Möhrendorf (Kreis Erlangen-Höchstadt) in den Abendstunden des 26. Dezembers aus: Dank beherzter Löschversuche eines Bewohners und dem schnellen Eingreifen der Feuerwehren aus dem Regnitzgrund konnte ein Übergreifen der Flammen auf das daneben befindliche Wohnhaus am zweiten Weihnachtsfeiertag verhindert werden.

Vor 18 Uhr Feuerwehr alarmiert

Um 17.54 Uhr alarmierte die Integrierte Leitstelle Nürnberg die Feuerwehren Möhrendorf, Baiersdorf, Bubenreuth und Kleinseebach zu dem Brand in der Lagerstraße.

Beim Eintreffen der Wehren war die Außenwand des mit einer Wetterschutzfolie abgedeckten Reisemobils zur Wohnhausseite hin bereits durchgebrannt, die Flammen schlugen an der Wand des Wohnhauses zur Dachschalung hoch.

Feuerlöscher im Einsatz

Mit zwei Feuerlöschern war vorab von Anwohnern schon versucht worden, die Flammen nieder zu halten. Mit zwei C-Rohren wurden der Brand unter schwerem Atemschutz von den Feuerwehren umgehend bekämpft und das Gebäude abgeschirmt. Ein drittes Strahlrohr wurde benutzt, um eine gerade noch rechtzeitig aus dem Fahrzeug geborgene Propangas-Flasche zu kühlen.

Innerhalb kurzer Zeit war das Feuer dann gelöscht und die Gefahr zum größten Teil gebannt. Mittels einer Wärmebildkamera wurde das Wohnmobil anschließend auf etwaige Glutnester kontrolliert.

Abschließend erfolgte damit von der Drehleiter aus eine Inspektion der Dachschalung, wobei vorsichtshalber auch ein Blick unter die Dachziegel geworfen wurde. Hier konnte dann ebenfalls schnell Entwarnung gegeben werden, sodass die Feuerwehr ihre Arbeit als beendet betrachten konnte. Seitens des Rettungsdienstes standen während des Einsatzes zwei Rettungswagen und ein Notarzt parat. Es waren Rauchgasvergiftungen von Bewohnern oder von einem der rund 60 Feuerwehrleute zu erwarten. Außerdem war die Gefahr eines Sturzes an der Brandstelle aufgrund des gefrierenden Löschwassers nicht auszuschließen. Aus diesem Grund wurde auch umgehend der Gemeindebauhof verständigt, um das betroffenen Areal ab zu streuen. Es gab jedoch glücklicherweise keine Verletzten, weswegen der Rettungsdienst und der Notarzt unverrichteter Dinge wieder abreisen konnte. Die Polizei nahm die Ermittlungen zur Brandursache auf, über die Schadenshöhe können noch keine Angaben gemacht werden.