Jüngst fuhren also 40 Poxdorfer aus dem Landkreis Forchheim in das 54 Kilometer entfernte Poxdorf im östlichen Landkreis Bamberg, das ist ein Ortsteil der Gemeinde Königsfeld mit 150 Einwohnern.

Dort versammelten sich Einheimische und Besucher auf dem großen Platz vor dem Feuerwehrhaus um mitzuerleben, wie Bürgermeisterin Gunhild Wiegner, zusammen mit dem Vorsitzenden des Gartenbauvereins Alfons Bischof, eine Goldparmäne pflanzte und die Bürger der Namensvetter-Gemeinde zur 700-Jahr-Feier einlud. Die Goldparmäne war von einer Poxdorfer Baumschule gespendet worden. Sie gehört zu einer robusten Apfelsorte, die gelb-orangene Früchte hervorbringt.

Die Aktion fruchtet


Der Königsfeld-Poxdorfer Gemeinderat Stefan Brehm (CSU/FW) dankte namens der Bürgerschaft für den Apfelbaum. Die Idee, auf diese Weise zu einem Besuch in drei Jahren einzuladen, sei sehr gut angekommen, so dass man gerne 2015 zum Jubiläum in das andere Poxdorf fahren werde.

Im kommenden Jahr wollen die Poxdorfer Gartenfreunde eine Fahrt in den Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth machen und das nur 50 Einwohner zählende dritte Poxdorf besuchen. Als Teil der Marktgemeinde Neualbenreuth liegt es knapp sechs Kilometer vor der tschechischen Grenze. Dort soll ein Apfelbaum der Sorte Topaz gepflanzt werden, eine tschechische Züchtung aus den 80er-Jahren. 2014 wird dann im thüringischen Poxdorf ein besonderer Apfelbaum gesetzt. Dieses vierte Poxdorf gehört zu der kleinen Stadt Bürgel im Saale-Holzland-Kreis und hat 100 Einwohner.