Im Leben nicht weniger Menschen spielen Bäume eine Rolle. Es sind beispielsweise Geschichten aus der Jugend, als sie auf Bäume kletterten oder unter einem Baum zum ersten Mal küssten. So wie die Menschen älter werden, altern auch die Bäume. Sie bedürfen deshalb eines besonderen Schutzes.
Die Bedeutung alter Bäume hervor zu streichen haben sich jetzt auch die Vereinigten Raiffeisenbanken Gräfenberg-Forchheim-Eschenau-Heroldsberg vorgenommen. "Methusalem in Garten und Hof - vom Wert alter einmaliger Bäume" heißt in diesem Jahr das Thema für den Naturschutzpreis, den die Bank der in Zusammenarbeit mit dem Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Forchheim sowie Erlangen-Höchstadt auslobt.
"Bäume prägen die Landschaft und gestalten das Ortsbild. Je älter desto mehr. Sie geben nicht nur unseren Landschaften unverwechselbaren Charakter", sagt Johannes Mohr vom Landratsamt Forchheim. Die Aktion wird ins Leben gerufen, damit den Leuten bewusst wird, wie wichtig alte Bäume sind. "Kauft man sich ein Grundstück, um ein Haus zu bauen und ein Baum steht im Weg, sollte man sich überlegen, wie dieser Baum integriert werden kann und nicht abgeholzt werden muss", so Rainer Lang, Vorstand der Vereinigten Raiffeisenbanken.
Mitmachen kann jeder, dem ein alter Baum besonders ans Herz gewachsen ist. Es muss dabei keineswegs sein eigener Baum sein. Teilnahmeberechtigt sind Bürger im Einzugsgebiet der Vereinigten Raiffeisenbanken sowie Städte, Gemeinden, Vereine und Verbände.

Fachkommission bewertet


Interessenten können sich noch bis zum 30. Juli bei den Vereinigten Raiffeisenbanken in Eckental, den örtlichen Gartenbauvereinen, beim Kreisverband für Gartenbau und Landesverband in Ebermannstadt oder beim Kreisverband für Gartenbauvereine in Wachenroth bewerben.
Die Preisvergabe findet im November statt. Der Naturschutzpreis, der zum 17. Mal veranstaltet wird, ist mit 5000 Euro dotiert. "Mit dem Geld können die Gewinner dann machen, was sie möchten", sagt Mohr.
Die Fachkommission fällt ihre Entscheidung nach den folgenden Kriterien: Baumart, Pflegezustand, Landschafts-, Ortsbild, Baumgeschichte, Biodiversität und biologische Struktur.