Bei der neuesten Auflage des "Kneipenfetzt" waren am Samstag bis tief in die Nacht 20 Lokalitäten in Forchheim und 21 Musik-Acts involviert. Genretechnisch reichte die Bandbreite vom Classic-Rock (X-Large, Arizona) über stilsichere Soul-Darbietungen (André Carswell und Michael Hauck, Vespa-Café) bis zum klassischen Pop-Erlebnis (The Superflys, Alte Wache).

Besonders im Arizona war der Andrang schon vor dem Beginn der musikalischen Unterhaltung von "X-Large" groß. Entsprechend sehnsüchtig wurde der Beginn erwartet. Während die Künstler dem Publikum mit ihrer Interpretation von "Don't Stop Me Now" von Queen ordentlich einheizten, kümmerte sich Andreas Kupfer um den Soundmix. Live, aus sicherer Entfernung. Der 50-Jährige sorgte mit ein paar gezielten Handgriffen auf seinem Tablet für den richtigen Ton, während seine Bandkollegen performten.

"Wir planen schon immer unseren Skiurlaub, damit wir rechtzeitig zum Kneipenfetzt da sind", erzählt Besucherin Latocha Wieland (54). "Und besonders die Vielfalt beeindruckt uns jedes Mal aufs Neue." Die Studentinnen Ramona (21) und Laura (23) wollen sich die Darbietung von Harry und Sonni nicht entgehen lassen. "Es ist Wahnsinn was die beiden hier zu zweit für eine Stimmung machen." Besonders beliebt waren bei den jüngeren Besuchern das Paletti, das Arizona und der Kronengarten.

Das Gleiche, nur im Sommer?

Stefan (49) und Johannes (45) waren ebenfalls angetan: "So voll ist es sonst nie. Alkohol und Livebands, was gibt es Besseres", freut sich Johannes. Stefan wünscht sich aber eine andere Terminierung. "Geil wäre es, wenn es im Sommer stattfinden würde. Dann wären die Kneipen nicht so überfüllt und man könnte sich auch draußen hinsetzen." Fabian (29) findet dagegen kritische Worte: "Ich finde die Veranstaltung ziemlich teuer. Dafür wird mir noch etwas zu wenig geboten."

Der Großteil der Besucher war jedoch begeistert. Auch wegen der Darbietungen von Cat Stevens' Wild World (interpretiert von André Carswell und Michael Hauck) und Calm after the Storm von The Common Linnets (interpretiert von Harry und Sonni). Einziger Wermutstropfen war die wegen Krankheit geschlossene Kammerers Mühle, in der Lucky Schmidt hätte auftreten sollen.