Mit Werken von gleich neun verborgenen Talenten und Nachwuchskünstlern startet der Förderverein Kunstforum Waischenfeld wie schon seit einigen Jahren seinen Ausstellungsreigen 2015. Die Schau wurde in der Burggalerie Waischenfeld vom Kunstforum-Chef Professor Heinz Gerhäuser und vom zweiten Bürgermeister Thomas Thiem (CSU) eröffnet. Die Querflötistinnen Susanne Görl und Luisa Mai umrahmten die Vernissage musikalisch.

Im Mittelpunkt standen die neuen Künstler: Karin Platz (Heuchling), Anna-Julia Rönn und ihrer Schwester Luisa-Maria Rönn (Neudrossenfeld), Andrea Pfenninger (Eggolsheim), Claus Hempfling (Waischenfeld), Rita Mager (Weismain), Ekaterina Lehmann (Gößweinstein), Gertraud Swoboda (Neumarkt in der Oberpfalz) und Hannelore Vasarhelyi (Erlangen).

Wochenlange Kleinarbeit

Die Palette ihrer Werke ist nicht nur bunt, sondern auch sehr
vielfältig und reicht von der klassischen Malerei über die Fotografie bis hin zur russisch geprägten Glasperlenkunst, die Ekatarina Lehmann präsentiert. Die aus dem russischen Wladimir stammende Frau arbeitet im BRK-Altenheim in Behringersmühle als Betreuungsassistentin. Aus winzig kleinen Glasperlen stellt sie faszinierende Objekte in wochenlanger Kleinarbeit her. Im Vergleich zum Zeitaufwand für ihre Kunstwerke ist das, was sie dafür haben möchte, nahezu geschenkt.

Die Idee für ihre filigrane Kunst entstand bei einem Geschenk zu einem Hochzeitstag, zu dem sie ein Glasperlenbild mit einem Schwan innerhalb von drei Monaten anfertigte. Als sie noch in Wladimir an einer psychiatrischen Kinderklinik arbeitete, hatte sie dort schon mit den Kindern erste Versuche mit dieser Glasperlenkust gemacht. Inzwischen sind viele kleinteilige, bunte Kunstwerke entstanden - vom Osterei über einen Weihnachtsbaum bis hin zu Blumen oder Miniaturlandschaften.

Claus Hempfling aus Waischenfeld ist seit vielen Jahren Hobbyfotograf und präsentiert nun erstmals öffentlich einzigartige Fotografien, die er zum Beispiel "Kugel in der Nordsee" nennt.

Die Idee hinter der Schau

Den Nachwuchs zu fördern, Künstler in Ausbildung, unentdeckte Talente auch ohne akademische Ausbildung und ohne Altersbegrenzung, ausfindig zu machen, zu einer Präsentation zu ermutigen und tatkräftig zu unterstützen, das ist das besondere Anliegen und die Aufgabe des Fördervereins, sagte Heinz Gerhäuser in seiner Eröffnungsrede. Deshalb richtet sich der Aufruf speziell zur ersten Saisonausstellung an Kunstschaffende, die bisher die Öffentlichkeit scheuten oder einfach keine Chance erhielten, ihre Werke einmal in einer Galerie zu präsentieren.

Von seiner Frau Elvira, die selbst Künstlerin ist, bekommen sie Hilfestellung und Tipps zur Rahmung und Platzierung der Kunstwerke, eine Anleitung zur Werkbeschriftung, zur künstlerischen Vita, Werbung und vielem mehr. Noch bis zum 10. Mai sind die Kunstwerke dieser Ausstellung bei freiem Eintritt zu bewundern. Sie können natürlich auch käuflich erworben werden.

Kinder lassen Farben explodieren

Als interessante Ergänzung sind auch die Ergebnisse des Ferien-Malprogramms von Kindern der Volkshochschule unter dem Motto "Explosion der Farben" während dieser Ausstellung zu sehen.